Der dunkle Turm

Roland ist der letzte Revolvermann des Planeten Mittwelt. Nach einem verlorenen Krieg bekämpft er allein das personifizierte Böse in Gestalt des Manns in Schwarz – den Magier Walter. Durch den von der Erde stammenden und übernatürlich begabten Jungen Jake bekommt er eine neue Chance, einen das Universum schützenden Turm vor der Zerstörung zu bewahren.

So weit die Story des für heutige Verhältnisse ungewöhnlich kurzen Fantasy-Epos. In gerade mal 95 Minuten gelingt es Regisseur Nikolaj Arcel diese Essenz aus dem achtbändigen Werk von Stephen King zu erzählen. Und das ohne die drei zentralen Figuren in ihrer Charakterzeichnung allzusehr zu vernachlässigen – immerhin nimmt die trickreiche Action doch gehörigen Raum ein.

„Der dunkle Turm“ ist als Film eigentlich ein ziemlich wüster Genre-Mix aus Fantasy, Science Fiction und Western. Die erkennbaren Einflüsse sind vielfältig und reichen von der Mythologie über Legenden bis zu literarischen Werken und deren Verfilmungen. Unschwer kann man Tolkiens und Jacksons „Herr der Ringe“ mit Turm, dunklem Herrscher und Orks wiederfinden, Harry Potters Gegenspieler Lord Voldemort oder auch Elemente aus „Stargate“ und „Matrix“. Und das Shining – das zweite Gesicht, das Jake besitzt – entstammt einem von Kings berühmtesten Büchern. All das ist aber geschickt zu einem überaus spannenden und stark visualisierten Konglomerat verschmolzen.

Idris Elba als Roland ist cool, Matthew McConaughey gibt Walter mit diabolischer Präsenz. Ihre gefährliche Mittwelt ist eine deutliche Analogie auf eine postapokalyptische Erde. Und wie gesagt: ein Film von nur 95 Minuten. Kurz, aber heftig.12

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