Musik, die gute Laune macht

Eine Bühne. Sechs junge Männer. Eine Reihe an Blechinstrumenten. Mit viel Emotion singt der Sänger: „Setz dich zu mir und relax… denn es ist Sommer.“ Die Musiker wippen, hüpfen, drehen sich, tanzen. Ihre Musik bleibt ihm Ohr und reißt das Publikum mit. Einfach gesagt: Die Jungs rocken die Bühne.

Tabula Rasa Orchestra heißt die Band aus Schwäbisch Gmünd. Die sechs Mitglieder zwischen 27 und 32, die teilweise im Landkreis Heidenheim aufgewachsen sind, bringen am 22. April bereits ihre zweite CD heraus. „Skafall“ heißt die Platte. Und wer jetzt denkt, das sagt mir doch was, liegt nicht ganz falsch. Der Titel der CD ist nämlich eine Anspielung an den Song „Skyfall“ von Adele. „Wir fanden das witzig, weil wir auch mit unserer Musik in Richtung Ska gehen“, sagt Johannes Maurer, der Sänger der Band. Und Trompetenspieler Damir Meta ergänzt: „Wir sind offen für solche spielerischen Witze.“ Zudem haben sie für ihr neues Album eine Coverversion von Skyfall aufgenommen. Mit Trompete und Saxophon eine originelle Version.

Reggae, Ska, Schlager und Co.

Sie selbst beschreiben sich als Popband. Aber im Endeffekt ist alles gemischt: Reggae, Ska und Schlager. „Wir legen uns da nicht fest“, erklärt Maurer. Bei den Songtexten haben die Jungs dann aber wieder eine klare Linie: „Unser Augenmerk liegt auf der deutschen Sprache. Dann singst du nackt, denn jeder versteht dich und deine Message“, so der Sänger.

Kennengelernt haben sich die Musiker an der Pädagogischen Hochschule (PH) in Schwäbisch Gmünd – alle mit demselben Ziel: Lehrer werden. Damals hatte die Band noch neun Mitglieder. Beim Summerjam-Open-Air der PH hatten sie 2011 ihren ersten Auftritt. „Das war mehr schlecht als recht“, erzählt Damir lachend, „aber immerhin hatten wir mal was versucht.“

Seitdem geht es steil bergauf bei den Musikern. Im Januar 2014 veröffentlichten sie ihr erstes Album „Tabula Rasa Orchestra“. Zwischen 15 und 20 Konzerten geben sie jährlich. Hauptsächlich treten sie in der Region, viel im Ostalbkreis – unter anderem in Gerstetten – auf. Aber auch fern der Heimat spielen sie Konzerte. So zieht es sie auch nach Stuttgart, Villingen-Schwenningen, Worms und Leipzig. Zudem treten sie auf Festivals auf. Dennoch bleiben Wünsche offen: „Auf einem großen Open-Air-Festival zu spielen, wäre schön“, so Damir. Doch an die meisten Konzerte komme man nur über Vitamin B. Deshalb seien Kontakte und Freundschaften sehr wichtig.

Vorband von Gentleman

Auch für den Eurovision Song Contest 2015 wurden sie vorgeschlagen und kamen in die engere Auswahl. Gereicht hat es zwar nicht, dennoch beschreiben die Musiker dieses Erlebnis als „top“. Zudem kamen sie beim Blechduell-Bandcontest von SWR4, der über mehrere Wochen geht, in die Endausscheidung. Ein Highlight in ihrer bisherigen Musikerlaufbahn war für die Band, dass sie im letzten Jahr als Vorband von Gentleman spielen durften.

„Dieses Jahr gibt es ein kleines Schmankerl“, erzählt Maurer lachend. Auf dem „Fürstenberg Lokal Derby“, einem baden-württembergweiten Musikcontest, sind sie bereits unter die letzten 20 Teilnehmer gekommen. 120 Bands hatten sich beworben. Im Mai findet das Halbfinale, im Juni das Finale statt. Zu gewinnen gibt es unter anderem ein Jahresabo für Bier, erklärt Meta: „Wir sind einfach eine lustige Truppe und haben Bock gemeinsam zu musizieren.“

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