Model für große Marken

Tobias, Du bist derzeit in Indien unterwegs. Hast Du kein Heimweh?

Nein, überhaupt nicht. Ich bin 22 Jahre jung und habe jetzt die Chance, die Welt zu bereisen, interessante Menschen kennenzulernen und Orte zu besuchen, die man sonst nur im Fernsehen sieht. Als ich zum Beispiel das erste Mal in Sydney durch die Innenstadt lief und das berühmte Opernhaus sah, hat es mir die Sprache verschlagen. Es war ein atemberaubender Moment, man fühlt sich so klein neben dem riesigen Gebäude. Für mich ist jedes neue Land, das ich besuche, ein neues Abenteuer.

 

Du reist seit mehr als einem halben Jahr um die Welt und hattest schon Modeshootings auf Bali und in Australien. Was reizt dich an diesem Jetset-Leben?

Mich hat es schon immer gereizt, die Welt zu sehen, Orte zu bereisen, die man nur aus Zeitschriften und dem Fernsehen kennt, neue Kulturen und Menschen kennen zu lernen. Des Weiteren war es schon immer mein Traum zu modeln und diesen Traum erfülle ich mir gerade.

 

Wie kamst Du überhaupt zum Modeln?

Durch meine Oma. Als ich 16 Jahre alt war, sagte sie zu mir, ich solle mich doch einfach mal mit Fotos bei einer Agentur bewerben. Und wie es der Zufall will, kam ich nur eine Woche später über einen Kumpel in Kontakt mit einem professionellen Fotografen, der mir mein erstes richtiges Fotoshooting ermöglichte. Mit den Bildern habe ich mich dann bei einer kleinen Agentur in München beworben, die mich immer wieder für kleinere Aufträge gebucht hat. Dadurch bin ich zum Beispiel auch zweimal in der „Bravo“ gewesen. Die Ausgaben habe ich immer noch daheim rumliegen.

Daheim. Das ist ja bei Dir Giengen. Erzähl ein bisschen aus Deiner Kindheit auf der Ostalb?

Ich bin in Giengen aufgewachsen und war als kleines Kind fast jeden Tag im Sportgeschäft Jentschke, welches meinen Großeltern gehörte, und habe dort die Mitarbeiter geärgert. Der Sport war mir immer wichtig, das hat sich bis heute nicht geändert. Mein Opa brachte mich zur Leichtathletik, ich weiß noch, wie ich mit fünf Jahren mit ihm zusammen fünf Runden im Stadion auf dem Schießberg gejoggt bin. Ich war später auch lange Zeit Mitglied bei den Langstreckenläufern der TSG Giengen. Das Engagement meines Opas war sicher ausschlaggebend dafür, dass ich noch heute gerne und oft Sport mache. Ein Tag ohne Sport ist für mich ein verlorener Tag. Auch wenn ich durch das Modeln viel unterwegs bin und mich nach einem langen Fotoshooting entscheiden muss zwischen ein wenig Schlaf und einem Fitness-Workout, entscheide ich mich immer fürs Training. Mein Körper ist mein Kapital, ausruhen kann ich mich später auch noch. Ich surfe, snowboarde und jogge und ab und zu gehe ich auch Bouldern in eine Kletterhalle.

 

Hast Du noch Kontakt nach Giengen?

Alle meine Freunde aus Giengen habe ich seit frühester Kindheit, ich versuche, so gut es geht, den Kontakt zu ihnen zu halten. Einmal im Monat mit meiner besten Freundin Julia zu skypen, ist für mich ein Muss.

Zurück zum Modeln: erinnerst Du dich noch an deinen ersten Modeljob?

Ja, das war gleich mal für „Louis Vuitton“. Als ich für den Auftrag die Bestätigung bekommen habe, bin ich erstmal zehn Minuten lang vor Freude durch die Gegend gehüpft. Inzwischen sind auch andere bekannte Namen dazu gekommen, in Australien zum Beispiel habe ich für das bekannteste Kaufhaus des Landes ein Shooting absolviert. Das war echt spannend: für den Job wurde ich von Sydney nach Melbourne geflogen. Am Flughafen wurde ich dann mit einer Limousine abgeholt und zum Set gefahren. Ich habe mich gefühlt wie ein Filmstar. In Australien hatte ich auch noch einen weiteren, super interessanten Job: ein „Editorial Shooting“. Editorial werden die aufwendigen Fotostrecken in einem Fashionmagazin bezeichnet, bei denen der künstlerische Aspekt im Vordergrund steht. Diese Fotostrecken sind vor allem deshalb unter Models sehr begehrt, da sie vielen zu einem ordentlichen Karrieresprung verhelfen können.

 

Und wie ging’s weiter?

Ich habe erstmal die passende Agentur gesucht. In Frankfurt wurde ich dann bei „East West Models“ fündig, das ist bis heute meine Mutteragentur, die mir immer zur Seite steht und mich bei allem, was ich im Ausland brauche, unterstützt. Es ist wichtig, jemanden zu haben, mit dem man alles besprechen kann und der auf meine Fragen eine Antwort hat.

Wie bist du überhaupt im internationalen Model-Markt eingestiegen?

Ehrlich gesagt wollte ich schon immer die Welt bereisen und modeln, am besten beides zusammen. So kam es dann, dass ich drei Tage nach Weihnachten 2016 den Entschluss traf, meine Koffer zu packen, die Welt zu bereisen und mich im internationalen Modelmarkt zu versuchen. Zuvor hatte ich mein Model-Portfolio mit diversen „Testshoots“ aufgebessert, um meine Chancen auf mehr Modeljobs zu verbessern. Zwei Tage nach der Entscheidung buchte ich gemeinsam mit einem Kumpel den Flug nach Thailand. Dort haben wir erst mal Urlaub gemacht und als er nach Deutschland zurückkehrte, flog ich weiter nach Australien, um dort bei der Modelagentur „Chic Management“ vorstellig zu werden. Den Kontakt hatte mir meine Mutteragentur in Frankfurt vermittelt.

 

Von Australien ging es dann weiter nach Bali?

Ja, ich wollte dort Urlaub machen. Ich hatte geplant, einen Monat zu bleiben, mir die Insel anzuschauen und Ausflüge zu den Nachbarinseln zu machen. Dann wurde ich aber von meiner indonesischen Modelagentur kontaktiert, die mir einige Jobs anbot. Also blieb ich weitere vier Wochen auf Bali, um dort zu shooten. Und jetzt bin ich in Indien, in Erwartung meines nächsten Abenteuers. Ich bin gespannt.

 

Info Wer Tobias Schwetz mit Fragen zum Modeln löchern oder seine Weltreise verfolgen will, besucht ihn am besten auf seinem Instagram-Profil: tobias.schwetz_official

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