Jugendforum: Darum geht’s bei den Kommunalwahlen

Wählen ab 16? Wie das geht und worum es bei den bevorstehenden Wahlen am 26. Mai eigentlich geht – darum ging es bei einem Jugendforum im Konzerthaus, zu dem die Landeszentrale für politische Bildung die Stadt Heidenheim Schüler der 10. Klassen eingeladen hatten.

180 Jugendliche waren gekommen, um zu erfahren, worum es bei den Kommunal- und Europawahlen eigentlich geht und vor allem, wie das Ganze funktioniert. Zwar muss man als Wahlberechtiger bei den Europawahlen 18 Jahre alt sein, doch zumindest bei den Kommunalwahlen darf auch die Jugend schon ein Wörtchen mitreden: Hier gilt das Wahlalter von 16 Jahren.

Oberbürgermeister Bernhard Ilg bezeichnete sich zu Beginn der Veranstaltung als überzeugten Europäer und wies zugleich darauf hin, wie er schon als Jugendlicher zur Kommunalpolitik gefunden hat. Er zählte einige Aufgaben auf, wo die Kommunalpolitik den Alltagsleben der Jugendlichen betrifft: zum Beispiel bei der Ausstattung und Unterhaltung von Schulen.

Vor dem Hintergrund der Klimademonstrationen „Fridays for Future“ nannte Ilg Zahlen, wie weit die Stadtwerke als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Heidenheim auf diesem Gebiet bereits vorangekommen sind. 140 Millionen Kilowattstunden haben die Stadtwerke 2018 in ihren Solar- und Windparks erzeugt. Das seien schon heute 70 Prozent des Strombedarfs, den Haushalte, Gewerbe und Industrie in Heidenheim insgesamt verbrauchen.

Kommualpolitik wird im Gemeinderat gemacht: Dort werden alle Entscheidungen getroffen, die die Kommune, also die Stadt Heidenheim betreffen. Die Parteien, die zur Kommunalwahl antreten, hatten deshalb bem Jugendforum Infostände aufgebaut und stellten sich mit ihren jeweiligen Fraktionsvorsitzenden den Schülern vor.

Ilg dankte den ehrenamtlich tätigen Kommunalpolitikern, denen gerade in den Wochen vor der Wahl viel abverlangt werde, für ihren Einsatz. Die Moderation der Veranstaltung übernahmen seitens der Landeszentrale für politische Bildung Katrin Reutter und Marian Hummel, die beide in der Erstwählerkampagne dafür werben, dass junge Menschen von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. Von der Veranstaltung in Heidenheim waren sie sehr beeindruckt,vor allem wegen der hohen Beteiligung der Jugendlichen. Die stellten bei der Veranstaltung so viele verschiedene Fragen zu ganz unterschiedlichen Themen, dass sie für die Wahlen bestens vorbereit seien.

Jede Menge Infos zur Kommunalwahl gibt es hier bei der Landeszentrale für politische Bildung.

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