Mode: Ist Schwarz tragen ein Lifestyle geworden?

Wie oft stehen wir Frauen vor dem Kleiderschrank und starren minutenlang hinein, nur um letztendlich alle möglichen Teile herauszuziehen, anzuprobieren um sie dann deprimiert auf einen Haufen zu werfen? Nach unbestimmter Zeit verlassen wir dann das Haus, ob jedoch das Outfit perfekt ist und uns zufriedenstellt, bleibt fraglich. Gibt es da einen Tipp, Trick oder eine Anleitung, welche verspricht, dass das perfekte Outfit am Ende dabei herauskommt? Nein, eher weniger. Vor allem dadurch, dass es auch immer tages- und stimmungsabhängig ist, was wir gerne tragen wollen und worin wir uns an diesem Tag wohlfühlen.

Mit der Mode – aber im eigenen Stil

Wenn wir dann mal verschiedene Menschen auf der Straße beobachten, fällt auf, dass viele Styles ähnlich sind (gerade diejenigen, die mit der neuesten Mode gehen: wie oft haben wir letztes Jahr Netzstrumpfhosen unter Jeanshosen und in weisen Sneakers gesehen?) Bewundernswert sind aber vor allem die, die zwar mit der Mode gehen, jedoch nie ihren eigenen Stil verlieren, immer eigene Details mit einbauen und sich selbst treu bleiben. Aber was ist ein Stil? Ein Stil ist etwas charakteristisches, das verschiedene individuelle Eigenschaften eines Menschen widerspiegelt. Dies kann in der Kunst, der Schreibweise oder eben auch in der Mode der Fall sein. Manche sind sportlich, andere elegant, verspielt, romantisch oder cool.

Und hierbei stellt sich dann folgende Frage: kann auch eine Farbe ein Stil sein? Ist jemand, der sich von Kopf bis Fuß rosa anzieht, stylisch? Oder vielleicht eher übertrieben, da jemand, der dies macht, sehr ins Auge stechen würde. Was jedoch nicht mehr unbedingt auffällt, sind diejenigen, die von oben bis unten von schwarz umhüllt sind. Setzt euch mal in ein Café in der Innenstadt und beobachtet die Menschen, was im Winter noch viel extremer war, ist auch im Frühling noch erkennbar: schwarz ist die Hauptfarbe. Bei manchen nur teilweise, bei anderen dann von oben bis unten, deshalb die Frage: Ist schwarz ein Lifestyle geworden?

Back in Black: Niemals over- oder underdressed

Während früher schwarz die Farbe der Trauer war, nur diejenigen von oben bis unten in schwarz gehüllt waren, die ihre Traurigkeit ausdrücken wollten, so ist dies heute definitiv nicht mehr der Fall. All dies soll sich nicht verurteilend anhören, ich selbst gehöre zu denjenigen, die gerne zu schwarz greifen, einfach weil die Farbe mir eine gewisse Sicherheit vermittelt.

Wer schwarz mit schwarz, schwarz mit grau- oder mit weis kombiniert, der kann jedenfalls nicht viel falsch machen. Man wird keinesfalls wie ein Clown aussehen oder die falschen Farben nebeneinandergesetzt haben. Des Weiteren ist meine Meinung, das schwarz sehr schnell edel aussehen kann. Rückblickend auf „das kleine Schwarze“ ist es nun einmal Fakt, dass man mit einem schwarzen Kleid nie overdressed, oder underdressed ist. Gegensätzlich dazu muss man auf darauf hinweisen, dass schwarze Kleidung viel zu schnell beim Waschen ausbleicht. Nimmt man eine blaue und eine schwarze Jeans von Zara, wäscht diese gleich oft und bei gleicher Temperatur, wird erstere noch lange Zeit aussehen wie neu gekauft, während letzteres schon schnell nicht mehr schwarz, sondern eher grau ist.

Allgemein ist es selbstverständlich so, dass jeder für sich selbst seinen eigenen Stil finden sollte. Abgesehen von der Mode, den Trends oder jeglichen Instagram-Bloggern, sollte jeder individuell entscheiden, was einem gefällt. Ich persönlich werde die Farbe schwarz immer mögen und noch oft darauf zurückgreifen, bin im Frühling und Sommer jedoch genauso sehr für helle Farben und warme Styles zu haben.

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