Der Außenseiter und die Neue

Der Kern der Geschichte ist vorhersehbar: In „Das schönste Mädchen der Welt“ verliebt sich Cyril (Aaron Hilmer), der Außenseiter der Klasse, während einer Schulausfahrt in Roxy (Luna Wedler), die hübsche Neue. Die sieht in ihm jedoch zunächst nicht mehr als einen Freund und dann wäre da auch noch eine Wette, ob Roxy sich nicht doch auf den beliebten Benno (Jonas Ems) einlässt. Wenig überraschend finden Cyril und Roxy trotz aller Widrigkeiten am Ende aber zusammen.

Mit großartigen Plot-Twists kann „Das schönste Mädchen der Welt“ darum auch nicht aufwarten und die Film-Charaktere entsprechen den typischen Stereotypen von Jugendlichen: Oberflächliche Teenie-Mädchen, ein Klassenclown, der in wirklich jedem Satz eine zweideutige Anspielung findet, ein Mobbing-Opfer, das aufgrund seiner großen Nase gehänselt wird – und auch an coolen Typen mangelt es nicht.

Doch abseits der zahlreichen erfüllten Klischees hat der Film noch mehr zu bieten als eine typische Teenager-Romanze: So treten die Charaktere im Laufe des Films immer wieder sprachlich wie bei einem Poetry-Slam gegeneinander an. Aaron Hilmer, der als Cyril seine Gefühle am liebsten in Song-Texte verpackt und unerkannt hinter einer Maske bei geistreichen Rap-Battles vorträgt, mangelt es dabei nicht an Schlagfertigkeit und Wortwitz.

Und auch die Botschaft des Filmes wird auf glaubhafte Art und Weise rüber gebracht: Liebenswert machen einen Menschen nicht seine Äußerlichkeiten; vor allem die inneren Werte und auch Intelligenz können schön sein.

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