Arachnophobie

Igitt, eine Spinne! Gerade jetzt in den kühlen Herbsttagen wird so manch ein Haus mit einen Aufschrei durchzogen. Vorallem Frauen leiden unter der am weiterverbreitesten Angst Deutschlands: die sogenannte Arachnophobie.

Die Ursachen

Doch was ist der Grund für diese Angst? Eigentlich ist es unglaublich irrational, Angst vor einem so kleinen Geschöpf zu haben. In unseren Gegenden sind Spinnen nämlich nicht einmal giftig. Und nichtsdestotrotz leiden 5% der Deutschen wegen den kleinen haarigen Tierchen unter ernstzunehmenden Angststörungen. Seit Jahrzehnten zermartern sich Psychologen und Forscher darüber das Gehirn. Das Ergebnis daraus sind unterschiedliche Theorien. Welche davon allerdings die einzig Wahre ist und ob es überhaupt eine Erklärung dafür gibt, ist noch unbekannt. Die beliebteste Theorie ist hier, dass Kinder einfach das Verhalten ihrer Eltern widerspiegeln. Sie erkennen, dass die Spinne bei ihren Vorbildern Ekel oder gar Angst auslöst und übernehmen diese Reaktion. Eine weitere Möglichkeit kam durch die Evolution, da die Wahrscheinlich hoch ist, dass unsere Vorfahren früher Angst vor Spinnen haben mussten. Es kann allerdings auch sein, dass uns einfach die Art der Tiere sich zu bewegen einschüchtert. Spinnen sind sehr schnell und krabbeln mit ihren 8 Beinen durch die Gegend. Die Vorstellung sie könnten mit ihren vielen Beinen auf uns rumlaufen, lässt vielen das Blut in den Adern gefrieren.

Die Auswirkungen

Angststörungen wirken sich bei jedem Menschen etwas anders aus. Während der Eine nur ziemlich nervös ist, schwitzt und Herzrasen bekommt, könnte das Leben von Anderen enorm durch die Angst eingeschränkt werden. Sie betreten beispielsweise den Keller oder den Balkon nicht mehr, oder scannen  jeden Raum erstmal auf Spinnen ab. Auch das Saubermachen wird leicht zum Problem, da sich hier viele Achtbeiner finden lassen.

Die Konsequenzen 

Da sich Angststörungen im Laufe der Jahre und mit zunehmendem Alter nur verschlimmern, sollten sich Menschen die stark arachnophobisch sind, auf jeden Fall behandeln lassen. Sobald der Alltag dabei eingeschränkt wird, sollte ein Experte hinzugezogen werden. Was die meisten nicht einmal wissen: eine Therapie ist meist ganz einfach und obwohl man mit Spinnen konfrontiert wird, muss man weder eine Spinne auf die Hand nehmen, noch muss man eine berühren. Zu Anfang wird erst über die Angst gesprochen, dann geht der Therapeut auf Bilder, Videos und Filmen ein und sobald sich der Patient dazu bereit fühlt, nähert er sich einer echten Spinne an, muss diese aber nicht berühren.

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