Cølú: Mode mal anders

Wie kam es zur Gründung von Cølú?

Cosima Kammel ist die Jüngere der beiden Schwestern. Foto: privat

„Cølú entstand aus einer spontanen Idee heraus“, erzählt Luisa. Als sie und Cosima sich letzten Sommer darüber unterhalten haben, dass Kleidung von großen Modeketten leider meistens aus Kunstfaser sind und noch dazu qualitativ nicht sehr hochwertig, recherchierten die beiden spontan im Internet Hersteller, die höheren Qualitätsstandards entsprechen.

Sie bestellten sich zwei Pullis aus Biobaumwolle und designten ihr eigenes Logo, das sich aus den zwei jeweiligen Anfangsbuchstaben ihrer Namen zusammensetzt. Für den besonderen Touch und ohne große Hintergedanken verwendeten sie ein ø und setzten auf das u einen Apostroph.

Nachdem ihre Pullis bei Familie und Freunden super ankamen und viele Anfragen eintrafen, ob es diese Pullis irgendwo zu kaufen gibt, entschlossen sich die beiden, noch mehrere Pullover anzufertigen. Zur Ergänzung entwarfen sie außerdem ein schlichtes T-Shirt.

Neben ihren Tätigkeiten für Cølú sind Luisa und Cosima beide Studentinnen. In das Managen ihres eigenen Labels sind die zwei mit der Zeit  hineingewachsen, ganz nach dem Motto „learning by doing“, berichtet Cosima. Hinter so einem Label steckt nämlich eine Menge Organisation. Zum Beispiel musste zunächst ein Gewerbe angemeldet werden, es muss darauf geachtet werden, dass die Pullis rechtzeitig zur Druckerei und zur Stickerei kommen, Etiketten müssen besorgt werden und vieles mehr.

Das Besondere an Cølú?

Luisa Kammel ist das zweite Gesicht hinter Cølú. Foto: privat

Wichtig ist den Schwestern hohe Qualität: Das Label arbeitet nur mit angenehm weichen Stoffen und Biobaumwolle. „Elektrisierte Haare bekommt man von den Oberteilen auch nicht“, erzählt Cosima.

Außerdem arbeiten die beiden mit lokalen Partnern zusammen, wie zum Beispiel einer Stickerei aus Königsbronn und einer Druckerei aus Schnaitheim, um Betriebe in der Region zu unterstützen und Flexibilität und eine einfache Kommunikation zu ermöglichen. Produziert werden die noch unbedruckten Shirts aber in Bangladesch und Indien. In die Betriebe vor Ort bekommen Luisa und Cosima wenigstens durch Fotos Einblicke. Die Herstellung ihrer Shirts erfolgt mit erneuerbaren Energien. Es wird Biobaumwolle verwendet. Die Bauern, die diese ernten werden geschützt und tragen keine Schäden durch Spritzmittel davon.

Zudem setzen sich Cosima und Luisa dafür ein, Kleidung zu etwas Langlebigem zu machen. „Unsere schlichten Schnitte und Details sind zeitlos und  können so mehrere Jahre getragen und vielfach kombiniert werden. Für uns ist einerseits die nachhaltige Produktion relevant, andererseits aber auch die Lebensdauer, für die das Design ein wichtiger Aspekt ist“, so Luisa.

Alles in allem bieten Cølú ein nachhaltiges und umweltverträgliches Design, das „aber nicht nach öko aussehen soll“.

Zukunftspläne für Cølú?

Ziel ist es, in Europa zu produzieren. So müssten die Kleidungsstücke keinen so langen Weg zurücklegen. Doch wie die beiden erzählen, ist es leider nicht so leicht, Händler in Europa ausfindig zu machen. Außerdem kann Cølú aufgrund der geringen Stückzahl, die sie produzieren, momentan noch keinen Einfluss auf den Schnitt der T-Shirts  nehmen. Das wollen sie ändern.

 Cølú erleben

Wer Cølú und ihre Produkte gerne mal live sehen würde, kann am Samstag, 30. März, in Neu-Ulm auf der Messe Ulm UnUsual vorbeischauen.

Ansonsten findet ihr Cølú auch auf Instagram oder in ihrem eigenen Online-Shop.

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