Gesichtspflege für zuhause

Jeder wünscht sich reine, straffe, strahlende Haut und gönnt sich aufgrund dessen eventuell die ein oder andere Gesichtsbehandlung bei der Kosmetikerin, welche zwar ihren Effekt erwirkt, jedoch auf Dauer kleine Löcher in den Geldbeutel machen kann. Und obwohl man es zwar zuhause mit allen möglichen Gesichtsmasken- Cremes- und Peelings probiert, ist dabei nichts, was genau so zufriedenstellend ist, wie die weiche Haut nach einer professionellen Behandlung.
Da jedoch zurzeit des Öfteren in den Netzwerken Facebook und Instagram eine neue Technik gezeigt wird, wo Unreinheiten durch ein Gerät „ganz einfach“ entfernt werden, habe ich mich interessehalber mal auf die Suche nach einem solchen gemacht. Der schnellste Weg heutzutage? Wunsch auf Amazon eingeben und Ergebnisse durchschauen. Und genau so habe ich es gemacht: unter dem Begriff „Mitesser Entferner“ habe ich mehrere Treffer gefunden, und mich dann letztendlich für „Amazon’s Choice“, also Amazons Empfehlung entschieden. Es handelt sich um ein Gerät, welches fünf verschiedene Methoden zur Gesichtspflege anbietet und gut bewertet ist. Da ich dies zufällig am Black Friday gefunden habe, kam mir das Angebot von 14,72 Euro verlockend vor, sodass ich es dann letztendlich bestellt habe (inzwischen kostet es 21 Euro). Obwohl es in der Anzeige relativ gut beschrieben ist, habe ich absolut nicht gewusst, was auf mich zukommt, und ob es seine gewünschte Wirkung erzielen wird, genau deshalb habe ich den Postboten am angekündigten Tag dann mit relativ großem Eifer erwartet.

„Your Skin Care Specialist“ von „Comedones“ ist in einer schlichten aber dennoch schönen Verpackung angekommen. Beim Öffnen dieser springt einem sofort das Hauptteil ins Auge, welches in einem schönen rot leuchtet. Daneben sind die fünf verschiedenen Sonden angebracht, diese, und die beste Anwendungsmöglichkeit sind selbstverständlich in einem kleinen Heft aufgeführt und erklärt. Kurz zusammengefasst, stehen sie für verschiedene Teile des Körpers, welche je nach Empfindlichkeit geordnet sind. Während beispielsweise das eine größtenteils auf der T- Zone des Gesichts (Stirn, Nase, Kinn) angewendet werden sollte (aufgrund relativ hoher Saugkraft), soll ein anderes im Augen- und Mundraum (welcher etwas empfindlicher ist), eingesetzt werden. Die Mikrokristall Sonde agiert wie ein Peeling für die Haut, indem sie sie von abgestorbenen Teilen befreit und gleichzeitig massiert. Der größte Aufsatz hat einen starken Schröpfungseffekt und kann an verschiedenen Stellen des Körpers angewendet werden, um eine Massagefunktion auszuüben und die Haut zu straffen.

Nun aber genug zur Theorie und dafür zu meiner  eigenen Erfahrung: da meine vorangegangene Recherche zum Umgang mit dem Gerät dies empfohlen hat, habe ich mir im Voraus ungefähr zehn Minuten einen, mit warmem Wasser getränkten Waschlappen, auf das Gesicht gelegt, um die Poren durch die Wärme und den Dampf zu öffnen. Anschließend habe ich wild darauf losgelegt und verschiedene Aufsätze in verschiedenen Saugstärken ausprobiert (am Gerät kann man zwischen drei verschiedenen Stufen auswählen). Dabei mag es wohl sein, dass ich von der Theorie, welche im Heftchen beschrieben ist, abgewichen bin und lediglich nach Lust und Laune getestet habe. Der Effekt des Mitesser Entfernens hat sich bei mir persönlich nicht als allzu hoch herausgestellt. Da ich dann jedoch nicht sicher war, ob ich einfach zu wenige, oder kleine davon habe, habe ich es anderen Mitgliedern meiner Familie zum Test gegeben, wo der Effekt dann deutlich größer war.
Allgemein kann ich aber sagen, dass meine Haut sich danach tatsächlich viel weicher und geschmeidiger angefühlt hat. Dass mein komplettes Gesicht rot war, hat mich aufgrund der starken Saugkraft (welche ich persönlich als sehr angenehm und entspannend empfunden habe) nicht gewundert. Davon, dass ich jedoch schon eine Stunde später kleine „Knutschflecken“ im Gesicht hatte, war ich dann doch etwas erstaunt. Da mir jedoch durchaus bewusst bin, dass dies mit meiner Erkundungsfreudigkeit zu tun hatte, habe ich die Situation mit Humor gesehen. Tipp am Rande: einen Löffel ins Gefrierfach stecken, und nachdem er ausreichend kalt, ist auf die betroffene Stelle legen, hilft gut Knutschflecken bei ihrer Heilung zu beschleunigen und Augenringe zu reduzieren.

Ich habe das Gerät bisher erst einmal benutzt, da man die Methoden auch nicht öfter als zwei Mal die Woche anwenden soll. Und obwohl ich beim nächsten Mal selbstverständlich etwas harmloser damit umgehen werde, und die Beschreibung nochmal studieren werde, um ähnliche Vorfälle zu vermeiden, werde ich es auf jeden Fall weiter probieren. Beim Abwägen der beiden Methoden muss man sich jedoch auch durchaus darüber bewusst sein, dass man auch beim Verlassen des Kosmetiksalons des Öfteren rote Flecken im Gesicht hat, welche auch ihre Zeit brauchen, um wieder zu verschwinden. Und genau deshalb finde ich diese Methode so interessant, weil, auch wenn sie nicht zu hundert Prozent die gleiche Wirkung hat wie beim Profi, doch ein positives Ergebnis zu erkennen ist.

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