Lace-Up

Hurra, es gibt endlich eine sexy Alternative, die ebenfalls classy gestyled werden kann. Lace-Up Shirts wurden im vergangenen Jahr immer hipper und werden allmählich als vollkommen legitime Kleidungsstücke angesehen. Inzwischen kann man diese Shirts nicht mehr alleinig zum Weggehen tragen, selbst beim Spaziergang in den Park sind sie vollkommen passend. Zudem passen diese in schwarz tatsächlich zu jedem anderen Kleidungsstück.

Ich habe das Shirt mit einer schwarzen Wildledershorts kombiniert, die herrlich aufgrund ihrer silbernen Knopfleiste ist. Somit begrüßen die Seventies den Look und er wirkt spezieller- somit nicht öde. Durch das Wildleder sieht das Outfit direkt rockiger aus. Diese Shorts habe ich gesehen und mich direkt innig verliebt. Im Mango Sale konnte ich dann definitiv nicht mehr „nein“ sagen und sie wanderte schnurstracks in meine Einkaufstasche.

Damit der Look nicht zu nackt und aufreizend wirkt habe ich mir eine Bluse übergeworfen. Ihre erdigen Töne bringen das Outfit ein bisschen runter. In der Taille gebunden sieht es lässiger aus. Das Muster erinnert mich beim Tragen durchweg an ein verrückt gewordenes Zebra, dass sich unbedingt im Schlamm welzen wollte um seine Eleganz gekonnt zu verändern. Adieu strenge Eleganz, bonjour Madame Extravagante!

Ebenfalls erdig in seiner Farbwelt sind die schlanker machenden Schuhe. Ihr dunkler warmer Camelfarbton erinnert an Zimt und gibt dem Outfit die gewünschte Brise interessant süßer Würze. Zugegebenermaßen gibt es kein bequemeres hohes Schuhwerk, da der Keilabsatz vermischt mit dem prächtigen Plateau ein wahres Wunderwerk ist.

Die Jutetasche in tiefschwarz habe ich auf dem Heavy-Psych-Stoner-Blues Festival namens „Freak Valley“ in Netphen ergattert- ein Ort in dem ich selber vor einigen Jahren als Voract von Jennifer Rostock aufgetreten bin. Ich bin schon seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer neuen Jutetasche gewesen und tadaa- da war sie! Zwischen einigen Band Merch Artikeln hang diese Tasche und wartete sehnsüchtig auf mich und meinen inzwischen hungernden Geldbeutel. Damit habe ich endlich eine Tasche gefunden mit einer Aufschrift und einem Logo, das ich vollkommen vertrete. Es gibt nichts Schlimmeres und Peinlicheres als ein Logo einer Band oder ähnlichem zu tragen, von welchem man noch nie gehört hat. Nach dem Motto: „Oh wow, das ist ne Band? Ja cool“- sich entwickelnder Fremdscham.

Abgerundet habe ich das Outfit durch silbern gehämmerte Ohrstecker, meinen asymmetrischen Lieblingsarmreif und zwei silber-schwarze Ringe. Der dritte Ring ist für mich etwas ganz Besonderes, da er ebenfalls Asymmetrie in der Ringschiene aufweist und im Herzen des Ringes einen Labradorit trägt. Neben dem Opal ist er einer der Edelsteine, die am meisten in verschiedenen Farben glänzt. Mich erinnert er an einen See, durch den eine glitzernde blau-grüne Meerjungfrau fröhlich schwimmt- wundervoll!

Genug abgedriftet- jeder gestandenen Frau steht ein Lace-Up Shirt.

 

Musiktipp einer Band des Freak Valley Festivals 2018: Dyse- Zebramann

 

 

Text und Model: Sängerin Alex Janus

Fotos: Luise Ischdonat

 

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