Mädchenalbtraum Haarausfall

Da man sowieso schon den Blick aller anderen auf sich spürt, an jedem Spiegel schlecht gelaunt vorbei geht, und eigentlich nicht weiter über dieses Thema reden möchte, bin ich jetzt selbst von der erfolgten positiven Wendung überrascht, sodass ich jetzt doch darüber schreiben kann, um euch von meinen persönlichen Erfahrungen zu berichten.

Es handelt sich um ein weitverbreitetes Thema, vom positiven Gespräch, hin zum unangenehmen. Von den Beauty- Hacks der Friseure, durch die man sich danach noch schöner fühlt, hin zum Austausch unter Freundinnen über neue Trends, Schnitte und Farben. Und dann das: von den Geheimratsecken bis hin zur Glatze. Dieses Thema beschäftigt nicht nur ein Geschlecht, sondern betrifft sowohl Mann, als auch Frau. Und im letzteren Falle kann dies zu relativ großem Kopfzerbrechen führen, wie ich berichten kann. Aber jetzt mal von Anfang an, um ein bisschen Licht hinter meine wirren Ausführungen zu bringen:

Alles in Allem muss erwähnt werden, dass ich von Geburt an durch gute Gene, viele und dicke Haare habe, trotzdem, oder eventuell genau deshalb stört es dann umso mehr, wenn eines Tages auffällt, dass sich etwas ändert, wenn die Haare ausfallen, die Bürste nach jedem Kämmen noch voller ist. Anfangs denkt man sich nichts dabei, wenn der Zustand anhält, sucht man mögliche, leicht erklärbare Gründe und verstaut den Gedanken in der hintersten Ecke des Gehirns, um dem unangenehmen Thema aus dem Weg zu gehen, in der Hoffnung, dass es sich von selbst auflöst. Wenn dies jedoch nicht der Fall ist, werden andere Wege gesucht: der nächste führt an den Computer oder das Handy, direkt zu Google: Symptome eingeben, Artikel durchstöbern, und das Ergebnis ist folgendes: man hat alle möglichen Horrorstorys durch, macht sich unnötig verrückt und kriegt Kopfschmerzen. Aber das darf man nicht, man muss eben reagieren. Aber wie ist in diesem Fall die richtige Reaktion?

Mein erster Weg hat zu meiner Friseurin geführt, was jedoch insofern ernüchternd war, dass sie mir nicht wirklich weiterhelfen konnte, sondern mich lediglich weitergeleitet hat. Ihr Tipp: Frauenarzt und Hautarzt. Da mir jedoch nicht danach war, lange auf Termine zu warten, habe ich mich entschlossen, erst mit meinem Hausarzt darüber zu reden, um dann weitere Schritte in die Wege leiten zu können. Gleichzeitig habe ich mir gleich eine Haarkur aus der Apotheke besorgt, welche im Internet durchaus gut bewertet ist. Der Markenname lautet „Phytocyane“, von welchem es mehrere Mittel gegen Haarausfall gibt, ich persönlich habe die Ampullen probiert, die man je nach Bedarf regelmäßig auf die Kopfhaut auftragen muss. Mit knapp vierzig Euro für zwölf Ampullen ist dies  nicht gerade günstig, hat mir jedoch gleich wieder Hoffnung gegeben.

Beim Hausarzt hieß es dann erst einmal Blut abnehmen und die Wertekontrolle abwarten. Das Problem an der ganzen Sache war, dass man trotz den Unter- und Versuchungen Angst hat, keine Methode zu finden, die den Haarausfall dauerhaft stoppt, sodass man irgendwann, übertrieben gesagt, von der Prototyp- Barbie zu einer Barbie ohne Haare wird. Die Blutergebnisse haben dann jedoch erstes Licht in den Schatten gebracht: ein fast leerer Eisenspeicher und ein Mangel an Vitamin B12. Dem Hausarzt war gleich klar, dass man mit gewissen Schritten gegen mein Problem ankämpfen kann. Für ungefähr zehn Wochen ist wöchentlich eine Eiseninfusion vorgesehen (diese dauert circa 15- 20 Minuten). Obwohl es nie schön ist, eine Nadel im Körper stecken zu haben, muss ich zugeben, dass es sich hierbei um kein schlimmes Vorgehen handelt. Als Einzige Nachwirkung ist etwas Schwindel und Übelkeit direkt nach erfolgter Infusion, und ein leichtes Jucken im Körper zu spüren. Ebenso, was jedoch normal ist, für Infusionen, die nicht vorgeheizt werden, wird der Arm, in den sie einläuft, kälter als der andere, und führt dazu, dass es einem etwas frisch wird. Gegen den Mangel an Vitamin B12 wird morgens auf nüchternen Magen eine Tablette eingenommen, die diesen Wirkstoff beinhaltet.

Allgemein kann berichtet werden, dass bereits vier Wochen nach der ersten Infusion eine leichte Besserung zu erkennen war. Inzwischen bin ich in der sechsten Woche und kann voller Stolz sagen, dass mein Haarausfall sich wieder in normalen Grenzen hält. Natürlich gehen beim Kämmen Haare aus, wenn es sich jedoch um eine Anzahl von circa hundert Haaren pro Tag handelt, entspricht das der Durchschnittsmenge beim Menschen. Ich nehme an, dass die Besserung zu größten Teils der Aufbesserung meines Blutbildes zuzuordnen ist. Trotzdem hat die Kur aus der Apotheke keinesfalls negativ dazu beigetragen.

Alles in Allem kann ich jedem, dem diese Probleme bekannt vorkommen, nur raten, schnell etwas dagegen zu unternehmen, anstatt Panik zu schieben. Wie man an meiner Geschichte erkennen kann, muss es nicht immer mit viel Aufwand zusammenhängen, dem Problem ein Ende zu setzen. Trotzdem sollte man sich nun nicht nur an meiner Behandlung orientieren, da jeder Körper individuelle Bedürfnisse hat.

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