Wie man nachhaltig lebt:

Kunststoff wurde über die Jahre zu einer der größten Bedrohungen für unsere Erde. Und obwohl das für uns nichts Neues ist, gibt es kaum Menschen, die unserem enormen Plastikverbrauch tatsächlich entgegenwirken. Diejenigen, die es tun, werden schnell als „Ökos“ abgestempelt und mit Leinenkleidern, Sandalen und ungewaschenen Haaren asoziiert. Und das obwohl unsere Mutter Natur für jeden von uns die oberste Priorität sein sollte. Schubladendenken ist da vollkommen fehl am Platz.

Hierbei stellt das größte Problem Folgendes dar: Obwohl viele Kunststoffe recyclebar sind, bestehen die meisten Produkte aus Mischstoffen, die nicht trennbar sind. Somit werden die meisten Plastikprodukte nicht ordnungsgemäß entsorgt und landen im Meer oder werden verbrannt. In jedem Quadratkilometer Wasser sind hunderttausend Teile Plastikmüll zu finden. Diese verunreinigen unsere Strände, oder vergiften die Fische im Meer. Doch nicht nur die Meerestiere sind davon betroffen, sondern auch die Vögel, deren Hauptnahrungsmittel Fische sind. Außerdem landet durch den Verzehr von Meerestieren auch in unseren Mägen Kunststoff und das obwohl Fisch eines der gesündesten Nahrungsmitteln ist.

Und obwohl die Verunreinigung unserer Erde schon so weit fortgeschritten ist, können wir bei jedem Einkauf an unseren Verbrauch denken und somit dem blauen Planet etwas Gutes tun, bevor es zu spät ist. Hierbei sollte jeder nach dem sogenannten „Zero Waste Prinzip“ handeln. Es beschreibt eine Lebensphilosophie, in der so gut wie möglich darauf geachtet wird, den Abfallverbrauch und die Verschwendung von Rohstoffen so gering wie möglich zu halten. Und das geht mit ein paar wenigen Veränderungen, selbst wenn es mit ein paar Eingewöhnungsschwierigkeiten einhergeht. Die im Folgenden genannten zehn Tipps können jedem dazu helfen, unseren exzessiven Plastikverbrauch zu senken.

  1. Die Plastikzahnbürste durch eine aus Bambus ersetzen
  2. Schluss mit PET: Wasser aus Glasflaschen trinken, oder eine Flasche kaufen, die immer wieder nachgefüllt werden kann
  3. Anstelle von Duschgel und Shampoo aus der Flasche kann man feste Reinigungsprodukte verwenden
  4. Jutebeutel zum Einkaufen mitnehmen, statt Plastiktüten kaufen
  5. Waschmittel(-pods) durch eine Waschkugel ersetzen, die mit Keramikkugeln gefüllt ist
  6. Einwegrasierer weglassen und anstelle davon einen sogenannten Rasierhobel verwenden
  7. Keine Tampons oder Binden sind mehr nötig, wenn man eine Menstruationstasse verwendet
  8. Obst und Gemüse im Einkaufsladen nicht mit Plastiktüten verpacken sondern ein wiederverwendbares Obstnetz kaufen
  9. Strohhalme aus Glas oder Metall verwenden
  10. Abschminktücher durch Baumwolltücher ersetzen und in der Waschmaschine waschen

Die meisten dieser Gadgets sind nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch um einiges günstiger, da man die meisten Produkte mehrmals verwenden kann und nicht nach einmaliger Nutzung gleich entsorgen muss. Somit rechnen sich die Gadgets schon nach kurzer Zeit, obwohl sie auf den ersten Blick vermutlich teurer wirken.

Die Umwelt betrifft uns alle, also sollten wir auch alle etwas für ihren Erhalt tun. Schiebt die Verantwortung nicht auf Andere, fangt bei euch und steckt euer Umfeld an!

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