Rosaroter Herbsttraum

Hörst du dieses Rauschen? Hörst du, wie die knittrigen Blätter auf den Boden fallen und dabei ein riesiges Beet aus warmen Farben ergeben? Hörst du müde Vögelchen zwitschern im Kampf gegen die abgekühlten Temperaturen? Setz‘ ein Zeichen und zeige deiner Euphorie die Wärme mit aller Kraft festzuhalten und nicht mehr loszulassen. Die Mühe lohnt sich so lange, bis sie entschwindet, und sich das Ende des Herbstes nähert.

Normalerweise bin ich ein Riesen-Fan von dunklen Klamotten. An diesem Tag jedoch hat mir das Universum die rosafarbene Brille aufgesetzt. Die Stimmung tritt nach außen und zeigt ihr vom Sommer geprägtes glückliches Gesicht. Rosa mit Rosa komibinieren? Geht wohl und sogar sehr gut. Der hellrosane Mantel in Wasserfalloptik im vorderen Bereich fühlt sich an wie ein warmer Filter über der trister werdenden Welt. Damit der Hals nicht kratzt, sollte man bei den momentan tückischen Temperaturen unbedingt nicht auf einen Schal verzichten. Ich habe eine wunderbar weiche Variante in zartem Altrosa gefunden, der in einem satten, dunklen Rosarot endet.

Um dem wundervollen Erzeugnis der Natur mit seinen bunten federweich wirkenden Blättern nicht die Show zu stehlen und ebenfalls nicht wie ein verrückt gewordener Kanarienvogel auszusehen, trage ich darunter jedoch ein sehr schlichtes eng anliegendes Kleid. Das Grau wirkt weich in Kombination mit den übrigen, recht farbenfrohen Kleidungsstücken. Die weißen Streifen und der schöne Carmenausschnitt peppen das Outfit auf.

Eine schwarze Strumpfhose, schwarze Lederschuhe und ein wollig weiches Stirnband in Mohngrau runden den Look ab und schenken ihm die nötige Härte. Mit zu lieb kann ich mich nicht identifizieren. Die Boots machen es lässiger. Praktischer Nebeneffekt? Im nassen Herbstboden kann man sich perfekt fortbewegen, ohne nasse Füße zu bekommen. Auf den Lippen habe ich herrliches Pink aufgetragen, das sich in den Enden des Schals farblich wiedertrifft.

Wir lachen viel zu wenig, denken viel zu oft an alltägliche Probleme. Diese Probleme wirken riesengroß, sind jedoch nichts hingegen derer, die in Entwicklungsländern leben und essentielle Probleme lösen müssen, die sie womöglich niemals lösen können. Also vergesst eure kleinen Alltagsbanalitäten und stellt euch der wahren Welt und seid glücklich für das, was ihr habt und genießen könnt! Erlebt die Ruhe und den Frieden im Wald mit seiner momentan riesengroßen Farbvielfalt.

Musiktipp: Lxandra – Dip my heart in confetti

Text und Model: Sängerin Alex Janus

Fotos: Anna Paulin

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