Studentenküche: Eine Spezialität aus dem Elsass

Geringes Einkommen, kaum Erspartes und dennoch verhältnismäßig hohe Ausgaben. Vor allem Studenten können davon ein Liedchen singen. Im jungen Alter auszuziehen ist nie besonders einfach und insbesondere das Haushalten des Einkommens wird zur Herausforderung. Aber nicht nur das. Jugendliche tragen zum ersten Mal mehr Verantwortung und sind für ihren eigenen Haushalt zuständig. Das bedeutet putzen, aufräumen und kochen. Und zwar ohne die Erinnerung der Eltern.

So stellt sich also ein jeder Student erstmals die Frage: Wie kann ich einfach und lecker kochen und dabei auch noch gleichzeitig Geld sparen? Natürlich ist hier besonders das Einkaufen wichtig.

Hier ein paar Tipps, die jedem dabei helfen, schon im Supermarkt Geld zu sparen:

  • Niemals hungrig einkaufen gehen! Wer mit leerem Magen einkauft, kauft automatisch mehr als nötig.
  • Nicht unter Zeitdruck einkaufen gehen! Nehmt euch die Zeit, Angebote zu vergleichen und nicht das erstbeste zu nehmen.
  • Die kompletten Regale anschauen! Es ist bewiesen, dass Konsumenten während des Einkaufens meist nur die Produkte auf Augenhöhe betrachten. Somit sind diese auch relativ teuer, während die günstigeren ziemlich weit unten sind.
  • Einkaufszettel schreiben! Gezielt nach den Lebensmitteln zu suchen, die gebraucht werden, ist meistens günstiger als einfach nur durch die Supermärkte zu schlendern. Somit bietet es sich an, vorher Einkaufslisten zu schreiben und den Wocheneinkauf sorgfältig zu planen.

Aber auch beim Kochen kann man Geld sparen. Es gibt einige Rezepte, die einfach und lecker, aber gleichzeitig auch günstig in der Herstellung sind. Ein Beispiel dafür wäre ein klassischer Elsässer Flammkuchen.

Diese Zutaten werden gebraucht:

  • 1/2 Würfel frische Hefe (oder ein Päckchen Trockenhefe)
  • 1 TL Zucker
  • 600g Mehl
  • 6 EL Öl
  • 300g Zwiebeln
  • 250g Speck
  • 250g Schmand
  • 150g Crème fraîche (klappt natürlich auch super mit Frischkäse)
  • Salz und Pfeffer

Oft wird Flammkuchenteig allerdings ohne Hefe hergestellt und der Teig besteht folglich nur aus Öl, Wasser, Salz und Mehl. Je nach Geschmack kann der Teig mit oder auch ohne Hefe hergestellt werden.

Die Herstellung:

Grundsätzlich ist die Herstellung eines Flammkuchens sehr simpel und kann in sechs Schritten zusammengefasst werden.

  1. Sofern der Teig mit Hefe hergestellt wird, muss zuerst die Hefe zerbröckelt und mit dem Zucker verrührt werden, bis daraus eine flüssige Mischung wird.
  2. Danach werden Mehl, ein halber Teelöffel Salz, Öl und 300ml lauwarmes Wasser in einer Schüssel verrührt und mit der Hefe in vermischt. Das muss dann umgehend zu einem glatten Teig verknetet werden. Der Teig sollte dann mindestens eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen.
  3. Während der Teig geht, kann die Zeit genutzt werden, um die Zwiebeln in Ringe zu schneiden und die Creme herzustellen. Hierfür muss der Schmand mit dem Frischkäse verrührt und anschließend mit Salz und Pfeffer gewürzt werden.
  4. Der Hefeteig sollte nach dem Gehen geviertelt und mit einem Nudelholz ausgerollt werden. (Kleiner Anfängertipp für Studenten mit gering ausgestatteter Küche: Anstelle des Nudelholzes kann auch wunderbar jeder andere runde, schwere Gegenstand verwendet werden. Ich habe hierfür beispielsweise die Glasflasche von Balsamicoessig verwendet und es hat super funktioniert.) An dieser Stelle sollte man nicht vergessen, die Arbeitsplatte sowie das Nudelholz vorher großzügig mit Mehl zu bestreuen.
  5. Nachdem der Teig dünn (!) ausgerollt wurde, kann er mit der Schmandcreme bestrichen und mit Speck und Zwiebeln belegt werden.
  6. Der fertig belegte Flammkuchen sollte dann ungefähr zehn bis zwölf Minuten im vorgeheizten Backofen (Umluft 220 Grad) gebacken werden.

Die Herstellung des Flammkuchens benötigt ungefähr eine halbe Stunde, beim Zubereiten muss aber auf jeden Fall die Back- und Gehzeit berücksichtigt werden.

Guten Appetit!

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