„Wie schmeckt’s`?“ – Malwannes Kochbuch im Test

Sei es der Krabbenburger von Spongebob oder der rosa Donut mit den bunten Streuseln, den Homer Simpson ständig verspeist: Nicht selten läuft einem beim Anschauen von Filmen und Serien das Wasser im Mund zusammen. Ob es nun der Geburtstagskuchen ist, den Harry Potter im ersten Teil von Hagrid geschenkt bekommt, oder Garfields Lasagne – wer fragt sich da nicht, ob diese Gerichte tatsächlich so lecker schmecken wie sie aussehen? Am liebsten würde man sie selbst mal probieren – aber das geht ja leider nicht so einfach.

Ziemlich blöd, dachte sich auch Youtuberin Malwanne. Doch die Frage „Wie schmeckt’s?“ ging ihr nicht mehr aus dem Kopf und so startete sie auf ihrem Kanal ein Format mit genau dem Titel, in dem sie Gerichte aus Filmen und Serien nachkocht. Knapp 800.000 Menschen sehen ihr dabei zu und weil ihre Rezepte so gut ankamen, brachte sie im März 2019 ihr eigenes Kochbuch mit demselben Titel heraus: Voller Rezepte aus Animes, Serien, Zeichentrick-, Kino- und Animationsfilmen.

Und weil Malwanne nicht die einzige ist, die schon immer wissen wollte, wie so manches Gericht in Wirklichkeit schmeckt, habe ich mir das Kochbuch zugelegt, um es selbst auszuprobieren.

Hier geht es zu dem Amazonlink des Kochbuchs, damit auch euch jeder Filmabend durch die passenden Rezepte garantiert gelingt.

„Ratatouille“ – wie schmeckt’s?

Um den Pixar-Animationsfilm „Ratatouille“ ist wohl als Kind keiner drum herum gekommen. Als ich den Film gesehen habe, war ich immer begeistert, wie die kleine Ratte Rémy ein so leckeres und vornehm aussehendes Ratatouille kocht, dass er sogar den Küchenchef überzeugen konnte. Im Film wird Ratatouille als Bauerngericht beschrieben, aber gegessen habe ich es noch nie und auch nicht davon gehört. Im Film sah es aber immer super lecker und besonder aus – und als ich das Rezept darum in Malwannes Kochbuch „Wie schmeckt’s?“ enteckt habe, konnte ich nicht wiederstehen.

Der Animationsfilm erschien 2007 erstmals im Kino und begeisterte sowohl Kinder, als auch Erwachsene. Er handelt von der kleinen Ratte „Rémy“, die eine Begeisterung für das Kochen hat und irgendwann in der Küche ihres Vorbilds Gusteau landet. Hier trifft Rémy auf den unbegabten Koch „Linguini“, den er durch den Alltag in der Küche führt. Er steuert den jungen Koch indem er unter dessen Kochhaube sitzt und ihn an den Haaren zieht. Obwohl er Linguini oft in seltsame, aber für das Publikum sehr unterhaltsame, Situationen bringt, hilft er ihm ein besserer Koch zu werden. Vor allem das Bauernrezept Ratatouille lässt er neu aufleben und schafft es somit den kaltherzigen Restaurantkritiker in seine Kindheit zurückzuversetzen und zu begeistern. Falls ihr den Film noch nicht gesehen habt, es lohnt sich!

Diese Zutaten werden gebraucht:

Was ihr für das Ratouille aus „Rataouille“ braucht, bekommt ihr im Prinzip in jedem Supermarkt.

  • Grüne Zucchini
  • Gelbe Zucchini
  • Tomaten
  • Eingelegte, gegrillte Paprika
  • Auberginen
  • Knoblauch
  • Zwiebel
  • Gewürze und Kräuter
  • Olivenöl

 

 

 

Gegrillte, eingelegte Paprika habe ich leider in keinem Supermarkt in Heidenheim entdecken können. Daher habe ich beim Nachkochen des Rezepts improvisiert und einfach ganz normale eingelegte Paprika gekauft. Die Zutaten findet ihr in jedem Supermarkt in Heidenheim: Für alles zusammen habe ich ungefähr 4 Euro bezahlt.

Die wichtigste Frage: Wie schmeckt´s?

Wie Malwanne schon in ihren Videos betont, ist der Geschmack an jedem Rezept das Wichtigste. Doch auch die Zubereitung spielt eine Rolle – und da kann Ratatouille punkten, denn es ist sehr simpel.

Und zugegeben, zu Beginn war ich etwas skeptisch: Schließlich besteht das Gericht ausschließlich aus Gemüse! (Und gerade Auberginen und Zucchini sind nicht gerade das, was man sich als Kind als Erstes aussuchen würde) Doch geschmacklich konnte es auf jeden Fall punkten: Vor allem die Tomaten und Auberginen stachen besonders heraus. Nur die Soße war nach der Zeit im Backofen vielleicht etwas zu flüssg und insgesamt auch ein bisschen zu wenig. Dennoch nahmen auch die unbeliebteren Gemüsesorten durch die Soße einen süßlichen Geschmack an, was mich auf jeden Fall von dem Rezept überzeugen konnte.

Auch optisch macht das Gericht nach Malwannes Rezept zubereitet auf jeden Fall etwas her – und ist im Vergleich zum Ratatouille-Film auch ziemlich gut getroffen. Die Gemüsescheiben sind im Film hauchdünn geschnitten, in meinem Ratatouille sind sie etwas dicker: Darum sieht mein Gericht leider nicht zu 100 Prozent wie Rémy´s Präsentation aus. Das ist aber natürlich jedem selbst überlassen und man kann das Gemüse natürlich auch noch viel dünner schneiden. Geschmacklich übertrifft es allerdings meine Vorstellungen um Weiten. Natürlich war klar, dass das Gericht lecker sein muss, wenn es den bitteren Restaurantkritiker Anton Ego überzeugen konnte. Nichtsdestotrotz habe ich erwartet, dass Pixar  den Film „Ratatouille“ lediglich strategisch benutzte, um Kinder dazu zu bringen, ihr Gemüse zu essen.

Als Alternative für Fleischliebhaber würde auch Hackfleisch gut dazu passen und auch Ziegen- oder Schafskäse könnten das Gericht noch abrunden.

So sieht das fertige Ratatouille auf dem Teller aus.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass Ratatouille vor allem für Vegetarier oder Veganer eine gute Alternative, die einfach und schnell in der Zubereitung ist. Somit ist es außerdem auch für Kochanfänger gut geeignet, da es nicht viel Zeit in Anspruch nimmt, aber dennoch einiges hermacht. Und jetzt weiß ich endlich, wie das Ratatouille aus Ratatouille schmeckt!

Ich persönlich kann behaupten, dass ich das Rezept sicher erneut kochen, aber im Hinterkopf behalten werde, dass Zwiebeln und Knoblauch einen sehr eigentümlichen Geruch mit sich bringen.

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