Wochenendtrip Starnberger See

Auch wenn der Starnberger See in der Nähe von München liegt, ist er das Gegenteil vom lauten, aufreibenden und teilweise stressigen Großstadtleben. Genau deshalb gilt er wohl auch als Rückzugsort, als kleine Erhol- Oase der Münchner. Aber nicht nur diese fühlen sich dort wohl und entscheiden, dort eine kleine Auszeit zu nehmen. Und damit komme ich nun zu meiner eigenen Erfahrung, meinem eigenen kleinen Erfahrungsbericht, durch welchen ich euch daran teilhaben lassen will, oder um vielleicht auch als Inspiration für euren nächsten Kurztrip zu agieren.

Nachdem meinerseits eine kleine Auszeit vom Alltag nötig war, und ich es wichtig finde, mehrmals (oder besser gesagt, so oft wie möglich) einen neuen, bisher unergründeten Ort zu besichtigen, habe ich mich gemeinsam mit meinem Freund dazu entschlossen, ein Wochenende in Bernried, am Starnberger See zu verbringen. Es wurde unsererseits bei der Hotelauswahl darauf geachtet, dass dies nicht lediglich ein Bett zum Schlafen sein sollte, sondern auch eine Möglichkeit, sich bei schlechtem Wetter zurückzuziehen. Da man sich im Herbst, bekannterweise, nicht immer auf das Wetter verlassen kann, hat sich diese Entscheidung durchaus als klug erwiesen. Die Wahl ist auf das Marina- Resort gefallen, welches neben dem Haupthaus aus mehreren kleineren Nebenhäusern besteht, welche sich an der Seepromenade entlang erstrecken, und in denen sich die Gästezimmer, sowie ein Restaurant befinden. Im Haupthaus, in welchem sich die Rezeption befindet, ist zugleich ein Wellnessbereich aufzufinden, der ein Schwimmbad und mehrere Anwendungsmöglichkeiten beinhaltet. Da bei uns das Wetter glücklicherweise mitgespielt hat, muss ich zugeben, dass wir diesen Bereich nicht in Benutzung gezogen haben.
Nichtsdestotrotz haben wir die Hotelauswahl keinesfalls bereut, vor Allem auch dadurch, dass der Ausblick von Bett aus, jeden Cent wert ist. Beim ersten Augenaufschlag einen Blick auf den See zu erhaschen, die Reflexion der Sonne im klaren, blau wirkenden, Wasser zu erkennen, die Schönheit der Natur gleich morgens zu erkennen, das verleitet sogar einen Morgenmuffel dazu, mit dem richtigen Fuß aufzustehen. Und nachdem ja bereits Anfang November de Sonne meist zwischen fünf und sechs Uhr untergeht, die Temperatur somit bereits vor dieser Uhrzeit unangenehm kleine Gradzahlen erreicht, so ist es nach einigen Aktivitäten, um die Zeit vom Sonnenuntergang bis zum Abendessen, auch überhaupt nicht schlimm, der Dämmerung zuzuschauen, wie sie den See und die Umgebung langsam einhüllt und bis zur schwarzen Dunkelheit immer mehr in sich aufnimmt.

Auf die genannten Aktivitäten, welche ich eben angeschnitten habe, welche weg vom Starnberger See, und hin zu anderen Orten geführt haben, werde ich einem weiteren, folgenden Artikel eingehen, da dies sonst den Rahmen des aktuellen sprengen würde. Dort wird unter Anderem von Possenhofen, dem Kloster Andechs und vom Ammersee die Rede sen.
Zurück zum Ausgangsort wird dies nun ein Versuch, die Schönheit der dortigen Natur in bloße Worte zu fassen. Um in Bildern zu sprechen, muss man sich eine Allee von Bäumen vorstellen, welche durch die eindringende Sonnenstrahlung noch goldgelber, orange und rot, wirken, als sie dies sowieso bereits durch den herbstlichen Einfluss tun. Wenn dann noch ein Eichhörnchen den Weg entlang springt und einen der Bäume hinaufklettert, scheint die Situation schon perfekt. Noch schöner wird es, wenn auf den Weiden, welche sich entlang der Uferpromenade erstrecken, Pferde galoppieren und sich austoben. Kleine Kirchen und Kapellen sind ebenso von der Tagesordnung und des Öfteren anzutreffen.

Alles zusammengefasst kann ich es nur von ganzem Herzen weiterempfehlen, den Starnberger See einmal zu besuchen. Für mich persönlich ist der Kurzurlaub perfekt abgelaufen und ich werde noch lange von den Erinnerungen zehren. Gerne würde ich jedoch einmal im Frühling dorthin zurückkehren, um einen Vergleich zu ziehen, zu welcher Jahreszeit es mir dort noch besser gefallen würde, da ich der festen Überzeugung bin, dass manche Orte durch das Wetter an Charme gewinnen oder verlieren. Berge sehen schneebedeckt am besten aus, Sonnentage kann man nicht besser verbringen als am Meer, und die reine Natur, Bäume, Blätter und Weiden sehen im rötlichen Herbst oder im blühenden Frühling am stimmigsten aus.

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