CALLEJON kommt nach Stuttgart

Mit CALLEJON kommt eine der innovativsten und grenzüberschreitenden deutschen Rock/Metal-Bands  ausgerechnet aus einer Stadt, die für ihr eher konservativ-gehobenes Images bekannt ist: Düsseldorf! Die Jungs haben sich und das Heavy-Metal-Genre seit ihrer Gründung ständig neu erfunden – und im Winter präsentieren sie sich auf ihrer „Hartgeld im Club“-Tour erneut revolutionär.

Der Band gelingt auuf der neuen Platte ein Crossover zwischen Hevy Metal, Deutschrao und Pop: Eine Idee, die es bereits seit 2008 mit dem damaligen „Porn from Spain“ Nico-K.I.Z.-Feature gibt und auf dem Album „Man spricht Deutsch“ durch Cover/Metalversionen von Sido und Fettes Brot weiterentwickelt wurde.

Auf „Hartgeld im Club“ nimmt Callejon das moderne Erfolgsphänomen des Deutsch-Rap auseinander. Denn während im Metal-Genre derzeit eher eine Flaute in Sachen Innovation vorherrscht, durchbricht Rap mit geradezu schöner Regelmäßigkeit die Genre-Grenzen und erfindet sich ständig neu.

Warum nicht etwas wagen?

Warum sich also nicht dieses riesengroße Phänomen in seiner ganzen Präsenz und Antihaltung mal im Metal-Kontext genauer besehen? Warum nicht voneinander profitieren und diese beiden nicht gegensätzlicher anmutenden Genres zusammenbringen? Nicht gegeneinander ausspielen, sondern im Versus-Modus vereinen.

„Hartgeld im Club“ ist ein Cover- aber eben auch Crossover-Album – und steht damit  in der Tradition von Veröffentlichungen wie dem „Judgment Night“-Soundtrack, diesem grandiosen Rap-Metal-Grundstein aus dem Jahr 1993, für den Helmet auf House of Pain und Sonic Youth auf Cypress Hill trafen.

Die Herangehensweise: Die Identität und Grundidee der Songs erkennen und beibehalten. Ist das Ding auf Krawall gebürstet, einfach weird oder hat es vielleicht sogar dicke Hosen an? Und dann: mit großem Besteck in die genau diese Richtung losmarschieren.

Und schon fühlt sich Bausas „Was du Liebe nennst“ à la Callejon plötzlich nicht mehr wie eine schnulzige Mitschunkelnummer an – sondern wie das Schnurren eines PS-starken Monster-Lowrider. Genau solche Songs machen dann deshalb plötzlich so viel Spaß, weil ein solcer Text und diese Wortwahl im Metal-Genre sonst wohl nie einen Platz gefunden h#ttem-

„Ich rolle mit meim Besten“ von Haftbefehl und Marteria bollert noch mehr als das Original und atmet tonnenschweren 2-StepHardcore in Hatebreed-Tradition. „Palmen aus Plastik“ funktioniert auch ohne Eurodance-Unterbau ganz wunderbar, während „Bros“ von RIN in bester Santana-Dada-Manier daherkommt und „Arbeit nervt“ von Deichkind zur breitwandigen Hochbückung gegen das System mutiert.

Callejon geht mit „Hartgeld im Clubä“ ein weiteres Mal auf Tour

Im Dezember kommt die explosiv-attraktive Melange nach dem großen Erfolg der ersten Tour ein weiteres Mal in die Konzerthallen, und zwar in folgenden Städten.

20.12.2019 – Bielefeld – Forum

21.12.2019 – Kiel – Max Nachttheater

22.12.2019 – Braunschweig – Westand

26.12.2019 – Bochum – Zeche

27.12.2019 – Stuttgart – Im Wizemann

28.12.2019 – Frankfurt – Batschkapp

29.12.2019 – Saarbrücken – Garage

30.12.2019 – Köln – Gloria Theater

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