Wendepunkt
Rapper „White Night“ geht neue Wege
„In meinem bisherigen Leben ist so einiges schief gelaufen“, sagt er. Aufgewachsen ist der Rapper mit acht Geschwistern in der Härtsfeldstraße in Heidenheim. „Es war echt ein schlimmes Viertel“, sagt Betcher. Doch er sei rechtzeitig, bevor er richtig auf die schiefe Bahn geraten sei, weggezogen. Dennoch sagt er, hatte er die falschen Freunde.
Rapper „White Night“ geht neue Wege
Vor einem Jahr erschien das Debutalbum „Betcha“ von Rapper „White Night“ alias Michael Betcher. Damals dachte er: „Das ist der Durchbruch.“ Ein Jahr später sieht er alles ein bisschen nüchterner. „Die Messlatte im Musikbusiness ist sehr hoch“, sagt er. Und es gehöre mehr dazu als nur zu reimen, um ein Rapper zu sein. Doch seinen Traum vom Erfolg will er trotzdem nicht aufgeben und wagt sich nun mit der Newcomer Band „Scara Neo“ auf einen neuen Weg.
Ehrlich und Authentisch
Betcher ist Vater von zwei Kindern und verdient sein Geld als Zerspanungsmechaniker in Oberkochen. Doch trotz Beruf und Familie kommt seine Musik nicht zu kurz. Das besondere an ihm: Er bleibt immer er selbst – auch auf der Bühne. Er rappt verdammt ehrlich über sich und sein Leben. „Es sind nun mal meine persönlichen Erlebnisse, da ist es dann schwer, den Rapper „White Night“ von der Privatperson Michael Betcher zu trennen“, sagt der Rapper. Aber das habe er nun besser im Griff.
Seine Texte handeln von Geschichten, die ihn ausmachen. Er scheut sich nicht davor Gefühle zu zeigen. Vor allem der Rap („Amily Wonda“), den er für seine vierjährige Tochter geschrieben hat, zeigt das: Darin verarbeitet „White Night“ den langen Kampf mit seiner Ex-Freundin um das Sorgerecht. Über sein Album hat der Rapper mal gesagt: „Es ist wie ein Film – Zum Schluss kann man den Menschen dahinter verstehen.“
Schwierige Jugend
Und Geschichten hat „White Night“ so einige zu erzählen. „In meinem bisherigen Leben ist so einiges schief gelaufen“, sagt er. Aufgewachsen ist der Rapper mit acht Geschwistern in der Härtsfeldstraße in Heidenheim. „Es war echt ein schlimmes Viertel“, sagt Betcher. Doch er sei rechtzeitig, bevor er richtig auf die schiefe Bahn geraten sei, weggezogen. Dennoch sagt er, hatte er die falschen Freunde. „Wir hingen viel rum und haben auch viel gekifft“, erzählt der Rapper. Erst der Sorgerechts-Streit um seine Tochter hat “White Night” zum Umdenken gebracht. Zum Beispiel hat er vor zwei Jahren mit dem Kiffen aufgehört.
Mit seiner Musik versucht er immer, Gefühle zu transportieren, und oft sei es sehr melancholisch gewesen. Doch jetzt ist er am Wendepunkt in seinem Leben und in der Musik angelangt. Mittlerweile verlaufe sein Leben wieder in geordneten Bahnen, und er könne von vielen schönen Dingen erzählen. „Ich möchte jetzt, Hip-Hop mit Smiley’ machen und weniger Melancholie“, sagt „White Night“.
Neue Band “Scara Neo”
Die neue Band „Scara Neo“ entstand zusammen mit dem Schlagzeuger Martin Knopf, mit dem Betcher auch schon als „White Night“ auf der Bühne stand. Mittlerweile werden die beiden von zwei Gitarristen unterstützt und sind noch auf der Suche nach einem Bassisten. Die Texte schreibt Betcher auch für „Scara Neo“, sie handeln von Loyalität, Beziehungen, Freundschaften und Selbstverwirklichung. Wer schon mal ein bisschen reinschnuppern möchte was die Band so macht, kann sich einen Live-Auftritt vom April anschauen:
https://www.youtube.com/embed/ggwPKmmriyQ?rel=0
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