Namasté, Cris Cosmo!

Willkommen Cris! Wir sind hier in Stuttgart, wo du in Kürze auf die Bühne gehst um dein Konzert zu spielen. Hast du ein Ritual, bevor es für dich losgeht?

Wir haben da so ein Band-Ding, das nennt sich „Kreis der Liebe“. In diesem Kreis werden die letzten Ansagen gemacht, Motivation gefördert, Stress vergessen und Konzentration ermöglicht. Wie früh du auch da bist, es bringt alles nichts – es ist immer stressig. Deshalb ist uns dieser Kreis vor dem Konzert sehr wichtig, um runterzukommen, zu reflektieren und uns auf das Wesentliche zu konzentrieren. Egal wie stressig es bei uns im Alltag manchmal ist – die Zuschauer sollen davon nichts mitbekommen. Auf die Bühne selbst nehme ich dann Wasser, ein Handtuch und eine Cap mit – Glücksbringer habe ich keinen.

 

Wie wir wissen bist du im Kraichgau (Eppingen) beheimatet. Gibt es eine Sache, ein Essen, einen Ort oder eine Aktivität die du am Badnerland am meisten magst?

Wir haben bei uns Wald und See im eigenen Dorf. Im See zu schwimmen bringt mich runter. Ich bin ein Kaff-Kind und liebe auch die Stadt. Meine Heimat ist dieses „Kaff-Leben“ in Baden-Württemberg. Der Bäcker bei uns macht unfassbare Laugenstangen. Auf die freue ich mich am meisten, wenn ich lange auf Tour war.

 

Bleibst du dann dem Laugengebäck treu oder bewegt sich deine Tour in ganz Deutschland?

Wir sind viel im Süden unterwegs: von Frankfurt bis Freiburg und von Trier bis München. Aber auch international: Singapur, Shanghai, Brasilien, Spanien, Portugal, Frankreich, Italien, Dänemark und die Türkei waren schon dabei. Allerdings singen wir im Ausland auch auf Deutsch und für mehrheitlich deutsches Publikum – die Deutschen hocken zum Glück einfach überall.

 

Wie viele Konzerte hast du schon gespielt und wie viele kommen noch auf dieser Tour?

Wir touren jedes Jahr von April bis Dezember. Das was wir jetzt im Moment machen, ist die richtige Club-Tour. Die ging am 11.10. los. Ansonsten spielen wir meistens Open-Airs im Sommer.

 

Und wenn ihr so unterwegs seid: Wie groß ist das Team mit dem ihr reist?

Wir haben einen Drummer, eine Tourbegleitung und mich (Cris) dabei. Das ist das kleine Set-Up, wie wir auch in Heidenheim zu sehen sein werden. Für Festivals sind wir dann aber sechs bis sieben Leute in der Band.

 

Für alle, die dich noch nicht kennen: Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Ich bin Singer-Songwriter und mische Pop mit Latin, Reggae und Electronica zusammen. Wir machen bewusste deutsche Texte mit tanzbarer Musik. Ganz wichtig ist uns vor allem die Message, ein bewusstes Leben zu führen und das zu feiern. Das wollen wir mit unserer Musik vermitteln.

 

Wie wir wissen, kommst du am Samstag, 17.11. zum wiederholten Male nach Heidenheim ins Café Swing. Bei der letzten Tour hast du dort dein Album „Alles Blau“ vorgestellt. Gibt es jetzt wieder ein neues Album oder einen neuen Song?

Wir haben seit meinem letzten Besuch in Heidenheim einzelne Tracks veröffentlicht. Die aktuelle Single zur Tour ist „Namasté“, die gibt es überall online. Letztendlich soll es ein geiler Abend werden, der Spaß macht. Das Album „Jaguar“ ist für nächstes Jahr im Juni geplant.

 

Cris, was verbindest du mit Heidenheim?

Ich kenne Heidenheim über den Sänger Sanoj Abraham, der auch Booker ist (Livemusik-Vermittler), der hat uns auch zum ersten Mal ins Swing gebracht. Ich war schon fünf Mal da und habe leider noch nichts von der Stadt gesehen. Außer den Live Locations, der jeweiligen Crew und dem Publikum natürlich. Dass wir immer nach HDH kommen, obwohl es nicht Berlin ist, hat natürlich einen Grund: Ich mag den Vibe von den Leuten dort sehr. Unsere Musik scheint dort auf fruchtbaren Boden zu fallen.

 

Dessen bin ich mir sicher. Bei deinem letzten Auftritt in Heidenheim hast du in Bezug auf die Liebe gesagt: „Ich bin da an einer kleben geblieben“. Hast du dieser Frau auch spezielle Songs aus deinen Alben gewidmet? Wenn ja, welche?

Auf dem letzten Album auf jeden Fall. Wenn man das Album hört, hört man auch welche das sind. Momentan bin ich eher von den Love-Songs weg. Da sind gerade andere Themen relevant. Die ganze Weltpolitik ist im Moment einfach so spannend. Es wird auch so viel Scheiß kommuniziert überall. Es ist viel Mist los und andererseits hat man eine sehr positive weltweite Veränderung, über die im großen Spektrum nicht so viel berichtet wird. Ich möchte den Soundtrack zu dieser positiven Veränderung spielen. Sodass Leute denken „Ohh geil, seh ich auch so! Cool, dass du das singst und ich mir das anhören kann.“

 

Mit welchen drei Worten würden dich deine Band-Kollegen beschreiben?

Rampensau. Präsent. Auf den Punkt.

Es gibt bei uns so einen Slogan, der heißt „einmal mit Profis“. Das sagen wir immer, wenn es mal nicht gut läuft oder auch wenn es sehr gut läuft. Wenn ich zum Beispiel mal wieder unpünktlich bin, wird bedauert, dass wir keine Profis sind und wir einmal mit Profis zusammenarbeiten möchten. Bin ich aber mal wieder ganz der Cris, der das Publikum einfach abholen kann, dann sprechen wir uns Profi-Status zu.

 

Unterscheidet sich dein Verhalten auf der Bühne von dem Verhalten, wie deine Familie und engen Freunde dich kennen und beschreiben würden?

„Too much of a good thing“.  Ich brauche das privat nicht, nehme mich gern zurück. Ich kann aber immer auch das Ruder in die Hand nehmen und das Ding führen. Ich bin niemand der immer weggehen muss, und Party machen und voll drin sein. Ich bin gerne in meinem Dorf und mache ganz entspannt. Der Hauptaspekt meines Jobs ist Energie-Management. Den ganzen Tag Gitarre spielen, Sachen rumschleppen und das alles körperlich und mental zu managen ist ein Kraft-Akt. In meinem Privatleben geht es ganz viel um Wäsche waschen, aufräumen, ins Fitness gehen, schlafen, Papierkram machen… also das ist alles nicht so entertainermäßig.

 

Sind deine Songtexte aus realen Erlebnissen aus deinem Leben entstanden? Was ist dein persönlichster Song?

Meine Texte entstehen aus Dingen, die mich inspirieren; Themen, die mich über längere Zeit beschäftigen.
Beispielsweise auch „Blaues Gold“. Der Song beschäftigt sich damit, dass Wasser knapp wird. Konzerne kaufen auf. Irgendwann kommt eins zum anderen. Die aktuelle Single „Namasté“ ist eine Ballade für den Abschluss des Konzertes. Die wird in Heidenheim bereits dabei sein.

 

Letzte Frage: Was können die Heidenheimer vom Konzert am Samstag, 17. November erwarten?

Wir haben eine neue Glotze dabei und projizieren Sachen drauf. Jetzt mal ernsthaft: Wenn sie vorbeikommen, wird es ein richtig geiler Abend. Egal wie’s ihnen davor gegangen ist, sie werden glücklich rausgehen und eine geile Zeit gehabt haben.

 

Tickets für den Auftritt im Swing am Samstagabend gibt es für Kurzentschlossene übrigens auch direkt vor Ort. Also kommt vorbei!

 

Die Single „Namasté“ von Cris Cosmo ist seit dem 19. Oktober auf Spotify herunterzuladen und auch auf YouTube zu hören.

Wenn ihr mehr über Chris wissen wollt, dann findet ihr alle Infos auf seiner Website http://www.criscosmo.com/ sowie Facebook https://www.facebook.com/cris.cosmo/ und Instagram https://www.instagram.com/cris_cosmo/

Am 17. November kommt Cris Cosmo ins Swing nach Heidenheim.

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