Emotionen voraussagen

Jeder kennt sie, fast jeder nutzt sie regelmäßig, für einige unter uns sind sie aus dem Alltag gar nicht mehr wegzudenken: Emojis. Während die ältere Generation manchmal noch etwas unsicher in der Auswahl des richtigen Emojis ist (Stichwort: Whatsapp-Familiengruppe), kommt unter Jugendlichen die ein oder andere Unterhaltung in Chats schon fast ganz ohne Worte aus.

Diesen Trend macht sich nun die Universität Massachusetts Institute of Technology in den USA zu nutze. Forscher und Studenten haben dort ein Programm entwickelt, welches unzählige Twitter-Posts in welchen Emojis enthalten sind, analysiert, um so einen Zusammenhang zwischen bestimmten Wörtern und bestimmten Emojis herzustellen. Bei dem Projekt deepmoji geht es darum, es künstlicher Intelligenz möglich zu machen, Emotionen durch eine bestimmte Wortwahl auch zwischen den Zeilen erkennen zu können. Bisher war es solchen Programmen nur schwer möglich ironisch oder sarkastisch gemeinte Aussagen auch als solche zu verstehen. Je mehr das Programm gelernt hat, desto besser kann es vorhersagen, welches Emoji für eine Aussage gewählt wird.

Aber was hat das Ganze jetzt mit uns zu tun? Wir können die Demoversion von deepmoji testen und uns dabei über die Auswahl der Emojis amüsieren.

Auf https://deepmoji.mit.edu/ kann man verschiedene Sätze eintippen und das Modell sucht dann, mal mehr und mal weniger gut, die passenden Emojis dazu aus. Zugegeben, bei deutschen Sätzen tut sich deepmoji noch ziemlich schwer, so kommt bei fast jeder Eingabe mindestens ein unpassender Vorschlag, allerdings ist es in der englischen Sprache schon ziemlich sicher. Bei dem Satz „My flight is delayed… amazing.“ werden beispielsweise nur negative Emojis angezeigt – der Sarkasmus wird also in der Wortwahl erkannt.

Aber probiert es doch am besten selbst aus, der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt!

 

Clara Sophie Resch

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