Feminists are not only women

“The belief that men and women should have equal rights and opportunities. It is the theory of the political, economic and social equality of the sexes.” Emma Watson, eine Botschafterin für UN Women erwähnte das als Definition für Feminismus in ihrer Rede 2014. Grob übersetzt lautet dieses Zitat: „Der Glaube, dass Männer und Frauen dieselben Rechte und Möglichkeiten haben. Es ist die Theorie der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Gleichheit der Geschlechter. Damit wollte sie verdeutlichen, dass Feminismus nicht mit Männerhass gleichgestellt werden kann.

Leider ist auch heute, 4 Jahre später, die Annahme weit verbreitet, Feministen seien gegen Männerrechte. Viele sind außerdem der Ansicht, dass Frauenrechtler im 21. Jahrhundert gar nicht nötig sind. Die wenigsten wissen allerdings vom sogenannten „Equal Pay Day“ am 18.März. Dieser internationale Aktionstag macht auf den Gender Pay Gap aufmerksam. Er weist darauf hin, dass Frauen, die dasselbe verdienen wie Männer im gleichen Beruf, die ersten 77 Tage des Jahres nicht entlohnt werden- sofern sie dasselbe verdienen würden. Und selbst wenn dem nicht so wäre, Deutschland ist nicht das einzige Land, das betrachtet werden sollte. Wieviele afrikanische Mädchen werden an fremde Männer verheiratet – obwohl sie eigentlich noch Kinder sind?

Nichtsdestotrotz geht es nicht nur um die wirtschaftlich Ungerechtigkeit zwischen Mänern und Frauen – sondern auch um die politische und soziale. Um auf die politischen Probleme hinzuweisen ist es wichtig über die Frauenquote in Führungspositionen zu sprechen. Wider Erwarten vieler hat auch das etwas mit Feminismus zutun. So haben nämlich auch unterqualifizierte Frauen die Möglichkeit in einer Führungsposition zu sein, obwohl diverse Männer sie vielleicht mehr verdient hätten. Das ist der Quote geschuldet. Und somit widerspricht das der These, Frauenrechtler seien automatisch Männerhasser. Dennoch sagt das einiges über unsere Gesellschaft aus. Die Tatsache, dass eine Frauenquote nötig ist, damit Frauen überhaupt in Führungspositionen kommen, ist sehr entmutigend.

Die sozialen Aspekte betreffen sowohl Männer, als auch Frauen. Hierbei geht es um die klassische Rollenverteilung: Männer sind die starken Väter, die das Geld nach Hause zu bringen haben und Frauen sollten am besten zu Hause bleiben und auf die Kinder aufpassen, während sie vielleicht in den restlichen Jahren einem sozialen Beruf nachgehen. Somit drücken wir unseren Nachkommen schon bei der Geburt Stempel auf, wenn wir Jungs in blaue Strampelanzüge stecken und ihnen Autos zum Spielen geben, während Mädchen in ein rosa gestrichenes Zimmer kommen und lediglich mit Barbiepuppen spielen sollen. Alles was von der Norm abweicht, ist falsch und somit direkt verwerflich.

Und genau darum geht es im Feminismus. Selbst wenn das Wort schon den Wortstamm „feminin“ in sich hat, bleibt es eben auch nur das: Ein Wort. Im Feminismus geht es nämlich nicht nur um die Gleichberechtigung für Frauen, sondern auch für Männer. Feminists are not only women. Das bedeutet, dass sich jeder für jeden einsetzen kann und das auch auf jeden Fall sollte.

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