Das Warten auf einen Club hat ein Ende

Die Waschbären sind los in der Innenstadt. In der Fußgängerzone war „Kuhni“ in seinem grauen Bärenkostüm schon unterwegs um zu verkünden, dass Heidenheim einen neuen Club bekommt. Dort wurden Flyer verteilt und dem „Rakun-Club“ ein Gesicht gegeben – ein schwarz-weißes Gesicht mit spitzen Ohren und schwarzer spitzer Nase.

Am Samstag, 14. September, öffnet der „Rakun-Club“ seine Pforten an der Stelle, an der zu Beginn des Jahres der „Brenzclub“ schloss. „Rakun“ prangt in weißen Lettern auf rotem, auffällig leuchtendem Grund auf den Türen. Der Name spricht sich wie der englische „Raccoon“, also Waschbär. Das Markenzeichen des neuen Clubs. Und nicht nur der Name soll sich ändern. Im Club selbst wurde einiges umgebaut. Die neuen Besitzer Alexandru Turcu und Dusko Cuckovic verfolgen ein neues Konzept:

Die Beiden sind präsent in Heidenheim. Mit ihrem Club und der neuen Marke „Rakun“ aber auch persönlich. Beide kommen aus Heidenheim und leben in der Stadt. Sie kennen sich schon aus der Kindheit aus dem Fußballverein. Cuckovic ist immer noch aktiv im regionalen Fußball und momentan der Trainer der ersten Mannschaft beim AC Milan. Er und sein Partner kennen Heidenheim und glauben deshalb auch, zu wissen, was die Stadt braucht: „Es gab jetzt ewig nichts zum Feiern in Heidenheim. Die Leute warten auf den Club“, sagt Cuckovic. Außerdem möchten die neuen Betreiber auch gerade ein junges Publikum ansprechen, für das an einem Freitagabend in der Stadt nicht viel geboten wird. „Die Leute, die jetzt zum Beispiel noch beim Rewe sitzen und dort feiern und trinken, können zu uns kommen, Musik hören und eine geile Zeit mit ihren Freunden haben“, erklärt Turcu seine Vorstellungen.

Deshalb soll der „Rakun-Club“ vor allem eins sein: Bezahlbar für alle. Die Preise für Eintritt und Getränke sollen billiger werden, als sie es im „Brenzclub“ waren. Außerdem gehört der Freitag gerade den jüngeren Partylustigen. Da soll der Eintritt ab 18-Jahren sein. Samstags wird das Alter dann aber heraufgesetzt. Dann kann ab 21 Jahren die ältere Generation feiern. Auch die Openingparty am Samstag, 14. September, wird nur für Gäste Ü-21.

Auf den sozialen Medien und vor allem auf ihrem Youtube-Kanal stellt der neue Club sein Konzept und seine Mitarbeiter vor. Dort gibt es Interviews mit Barkeeperinnen, Geschäftspartnern und zum Beispiel mit Türsteher „Miro“.

Der stand an etlichen Türen in der Region und war auch schon mit Prinz Markus von Anhalt als Sicherheitsmann unterwegs. „Es ist uns wichtig, dass sich niemand unwohl fühlt. Bei uns ist alles sicher“, sagt Turcu. Deshalb haben er und Cuckovic gut überlegt, wen sie für diesen Job brauchen. „Wir haben auch nichts mit irgendwelchen Kuttenträgern zu tun. Das war die erste Frage, als wir den Club übernehmen wollten“, erinnert sich Turcu.

Beim ersten Gespräch mit dem Besitzer des Gebäudes war die Idee noch ganz frisch und der „Brenzclub“ noch nicht mal geschlossen. „Ich habe Alex angerufen, als ich gelesen habe, dass es eine Closingparty gibt. Das war eine spontane Idee“, erzählt Cuckovic, und sein Freund hat direkt angebissen. Noch bevor die letzte Party stattfand, nahmen die ersten Pläne schon Gestalt an. Bis jetzt sind die meisten umgesetzt. Und alles haben die beiden neuen Besitzer zu zweit und mit ihrem kleinen Team geschafft, während beide nebenher noch voll berufstätig sind. „Wir haben zurzeit meistens 15- und 16-Stunden-Tage“, klagt Turcu. Der Eröffnung fiebern aber beide entgegen.

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