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Post Malone: Die wahre Geschichte hinter dem Tattoo-Gesicht

Sabine | 24. September 2025
Post Malone

Post Malone gehört zu den auffälligsten Erscheinungen der Musikwelt – sein mit Tätowierungen übersätes Gesicht ist längst sein Markenzeichen geworden. Der Grammy-nominierte Künstler hat sich im Laufe der Jahre von einem aufstrebenden Rapper zu einem globalen Superstar entwickelt, währenddessen sein Körper zunehmend zur lebenden Leinwand wurde.

Hinter jedem Tintenkunstwerk auf seiner Haut verbirgt sich jedoch eine tiefere Geschichte. Von den schlichten „Always Tired“ Schriftzügen unter seinen Augen bis hin zu den Porträts seiner musikalischen Idole – jedes Tattoo erzählt einen Teil seiner Reise. Gewiss fragen sich viele Fans, was den Musiker dazu bewogen hat, ausgerechnet sein Gesicht so radikal zu verändern.

Dieser Artikel beleuchtet die Entwicklung von Post Malones charakteristischem Look, die Bedeutungen hinter seinen markantesten Tattoos und wie diese außergewöhnliche Ästhetik mit seiner künstlerischen Identität verwoben ist. Außerdem betrachten wir, wie sein Erscheinungsbild sich parallel zu seinem musikalischen Werdegang verändert hat.

Wie alles begann: Die ersten Tattoos von Post Malone

Die Tattoo-Reise von Austin Richard Post begann im Jahr 2015 – dem gleichen Jahr, in dem sein Debüt-Single „White Iverson“ veröffentlicht wurde. Seitdem hat der Künstler kontinuierlich neue Designs zu seiner Sammlung hinzugefügt.

Das erste Tattoo und seine Bedeutung

Tatsächlich war es Justin Bieber, der Post Malone dazu inspirierte, sich sein erstes Tattoo stechen zu lassen. Während der Aufnahmen zu seinem Album „Stoney“ im Jahr 2016 entschied sich Post für einen Playboy-Hasen auf seinem linken Unterarm. „Wir arbeiteten an ‚Stoney‘, und dann kam ein Tätowierer vorbei, und ich dachte: ‚Weißt du was? Justin Bieber hat ein paar Tattoos, und ich liebe dich, aber ich weiß, dass ich viel härter bin als du'“, erklärte er in einer Folge von „The Tonight Show Starring Jimmy Fallon“.

Allerdings hatte dieses erste Tattoo ein ungewöhnliches Schicksal: Nur wenige Tage nachdem er es bekommen hatte, spielte Post Malone Basketball mit Bieber, der versehentlich gegen seinen Arm stieß, bevor die Tinte vollständig verheilt war. „Er hat das ganze Ding vermasselt, aber es sieht immer noch irgendwie cool aus. Es sieht aus wie Magma“, erzählte Post gegenüber GQ. „Justin hat sich entschuldigt, aber er muss mir ein neues kaufen.“

Einflüsse aus der Musikszene

Post Malones Körper ist mittlerweile zu einer Hommage an seine musikalischen Helden geworden. Besonders seine Liebe zu Nirvana und Kurt Cobain zeigt sich in mehreren Tattoos. Er trägt nicht nur ein Porträt des verstorbenen Musikers auf seinem Arm, sondern auch die Worte „Nevermind“ und „Whatever“ auf seinen Handflächen.

Nach dem Tod des Rappers Lil Peep im Jahr 2017 ließ sich Post ein Porträt von ihm auf den Arm tätowieren. „In der kurzen Zeit, in der ich dich kannte, warst du ein großartiger Freund für mich und ein großartiger Mensch. Deine Musik hat die Welt verändert und sie wird nie mehr dieselbe sein. Ich liebe dich, Kumpel. Für immer“, schrieb er in einer Erklärung an Billboard.

Besonders interessant: Das „Stay Away“-Tattoo über seiner Augenbraue wurde von Lil Peeps „Cry Baby“-Tattoo an derselben Stelle inspiriert. „Ich fand es verdammt tough“, erklärte Post und wählte den Namen eines seiner Lieblings-Nirvana-Songs, um Peeps Design zu spiegeln.

Warum das Gesicht als Leinwand?

Während viele Fans über die Motivation hinter seinen Gesichtstattoos spekulieren, hat Post Malone 2020 in einem Interview mit GQ den wahren Grund offenbart – und er ist herzzerreißend. Die zahlreichen Tätowierungen in seinem Gesicht stammen aus einem Ort der Unsicherheit.

„Ich bin ein hässlicher Mistkerl“, gab Post offen zu. „Es kommt vielleicht von einem Ort der Unsicherheit, wo ich nicht mag, wie ich aussehe, also setze ich etwas Cooles darauf, damit ich mich ansehen und sagen kann: ‚Du siehst cool aus, Junge‘ und ein Mindestmaß an Selbstvertrauen in Bezug auf mein Aussehen habe.“

Das wohl bekannteste Beispiel dafür ist sein „Always Tired“-Tattoo unter den Augen, das er selbst als äußerst schmerzhaft beschrieb. „Es war, als würde man durch das Augenlid in den Augapfel gestochen werden“, sagte er. Die Wahl dieses Motivs begründete er damit, dass es zu seinem damaligen Lebensstil passte – ständig auf Tour, arbeitend und sich nicht richtig um sich selbst kümmernd.

Auch wenn er im Spaß behauptet hat, seine Gesichtstattoos seien dazu da, „seine Mutter zu verärgern“, zeigt die tiefere Motivation ein komplexeres Bild von dem Mann hinter der Tinte.

Symbolik unter der Haut: Bedeutungen hinter den Motiven

Jedes Tattoo auf Post Malones Körper erzählt eine Geschichte – manche tiefgründig, andere überraschend alltäglich. Die Kunstwerke auf seiner Haut bilden zusammen ein visuelles Tagebuch seines Lebens, seiner Einflüsse und manchmal auch seines eigenartigen Humors.

„Always Tired“ – mehr als nur ein Meme

Eines seiner bekanntesten Tattoos sind zweifellos die Worte „Always Tired“ unter seinen Augen – „Always“ unter dem rechten und „Tired“ unter dem linken Auge. Diese kursiven Schriftzüge aus dem Jahr 2018 spiegeln tatsächlich seinen damaligen Lebenszustand wider. „Unter meinen Augen steht ‚Always Tired‘, weil ich immer müde bin. Ständig auf Tour, ständig am Arbeiten und ich kümmere mich nicht so um mich selbst, wie ich es sollte“, erklärte er in einem Interview mit GQ. Er hielt es für „passend zu seinem Gefühlszustand“.

Interessanterweise fügte Post später eine humorvolle Erklärung hinzu: „Ich wollte zwei Wörter tätowieren lassen, die gleich lang sind. Dass ‚Always‘ mehr Buchstaben hat als ‚Tired‘, ist mir damals nicht aufgefallen, weil ich zu müde war.“ Hinsichtlich der Schmerzen berichtete er: „Es war, als würde man durch das Augenlid in den Augapfel gestochen werden.“

Porträts von Musikikonen

Besonders beeindruckend ist Post Malones Sammlung von Porträts musikalischer Legenden. Seine Knöchel zieren detaillierte Abbildungen von Elvis Presley, Kurt Cobain, Dimebag Darrel, John Lennon, Stevie Ray Vaughan, George Harrison und Bankroll Fresh. „Ohne diese Künstler hätte ich niemals die Musik für mich entdeckt und meine Karriere gestartet“, erklärte er zu dieser Ehrerbietung.

Außerdem trägt er:

  • Ein Porträt von Kurt Cobain auf seinem Arm – „Kurt Cobain liebe ich bis zum Tod. Wenn ich schwul wäre, würde ich ihn heiraten. Er ist einfach ein Genie. Seiner Zeit so weit voraus“, schwärmte Post in einem Interview mit Newonce
  • Ein Abbild von Johnny Cash auf seiner linken Schulter
  • Ein Porträt des verstorbenen Rappers Lil Peep auf seinem Oberarm – eine Hommage an seinen Freund, über den er nach dessen Tod 2017 schrieb: „In der kurzen Zeit, in der ich dich kannte, warst du ein großartiger Freund für mich und ein großartiger Mensch. Deine Musik hat die Welt verändert, und sie wird nie mehr dieselbe sein.“
  • Ein Bild von John F. Kennedy auf seiner linken Hand nahe dem Daumen, den er als „echten“ Präsidenten bezeichnet, „der als einziger gegen die verrückte Korruption in unserer heutigen Regierung gesprochen hat“

Zahlen, Worte und Symbole mit Tiefgang

Neben den Porträts trägt Post Malone zahlreiche Symbole und Zahlen mit persönlicher Bedeutung. Die Zahl „77″ ließ er sich 2018 auf beide Seiten seiner Nase tätowieren – ein Matching-Tattoo mit seinem Tätowierer Kyle Hediger, dessen Bedeutung er jedoch bislang nicht öffentlich erklärt hat.

Über seiner rechten Augenbraue befinden sich Blackjack-Karten und darunter die Worte „stay away“ – eine Anspielung auf den gleichnamigen Nirvana-Song, inspiriert vom „Cry Baby“-Tattoo des verstorbenen Lil Peep an derselben Stelle. „Ich fand es verdammt tough“, erklärte Post dazu.

Weitere bedeutungsvolle Tattoos umfassen:

  • „Rest Easy“ über seine Knöchel verteilt (rechte Hand „Rest“, linke Hand „Easy“)
  • Die Worte „Whatever“ und „Nevermind“ auf seinen Handflächen – eine Hommage an Nirvanas „Smells Like Teen Spirit“ (Textzeile: „Oh well, whatever, nevermind“)
  • Betende Hände, die eine Pistole halten, auf seinem rechten Bizeps
  • Ein griechischer Satz „Molon Labe“ (übersetzt: „Komm und hol sie dir“) als gewölbtes Design über seinem Oberkörper

Diese vielfältigen Kunstwerke bilden zusammen nicht nur ein ästhetisches Ganzes, sondern erzählen gleichzeitig die Geschichte eines Künstlers, der seine Einflüsse, Überzeugungen und sogar seinen Erschöpfungszustand buchstäblich auf der Haut trägt.

Kritik und Kontroversen rund um sein Aussehen

Die auffälligen Gesichtstattoos von Post Malone haben nicht nur Aufmerksamkeit erregt, sondern auch zahlreiche Kontroversen ausgelöst. Mit zunehmendem Erfolg wuchs gleichzeitig die kritische Auseinandersetzung mit seinem unkonventionellen Erscheinungsbild.

Vorwürfe der Provokation

Besonders das blutige Sägeblatt-Tattoo auf seinem Gesicht hat unter Fans heftige Diskussionen entfacht. Viele sehen in seinen extremen Körpermodifikationen einen bewussten Akt der Provokation. Tatsächlich hat der Künstler selbst in einem Interview während des Londoner Wireless Festivals 2018 scherzhaft zugegeben, dass seine Gesichtstattoos teilweise dazu dienen, „seine Mutter zu verärgern“.

In Australien führte sein tätowiertes Erscheinungsbild 2023 sogar zu einem handfesten Zwischenfall: Post Malone wurde der Zutritt zur Rooftop-Bar des QT Hotels in Perth verweigert, da die Kleiderordnung „Gesichts-, Hals- und anstößige Tattoos“ verbot. Dem Künstler zufolge war dies eine völlig neue Erfahrung: „Sie haben mich wegen meiner Tattoos abgewiesen. So etwas habe ich noch nie erlebt“.

Reaktionen aus der Hip-Hop-Community

Innerhalb der Hip-Hop-Szene sorgten weniger seine Tattoos als vielmehr einige seiner Aussagen für Unmut. Besonders kontrovers wurden seine Kommentare über Rap-Musik aufgenommen, als er sagte: „Wenn du über das Leben nachdenken willst, höre nicht Hip-Hop […] es gibt nicht viele Leute, die über echten Scheiß reden“. Diese Äußerung wurde von vielen als Missachtung der Hip-Hop-Kultur interpretiert.

Während manche Künstler seine unkonventionelle Ästhetik verteidigen, sehen andere in ihm einen Außenseiter, der lediglich Hip-Hop-Elemente für seinen kommerziellen Erfolg nutzt, ohne die kulturellen Wurzeln zu respektieren.

Wie Post Malone selbst damit umgeht

Überraschenderweise offenbarte Post Malone 2020 in einem GQ-Interview die wahren Beweggründe hinter seinem extremen Look. Entgegen dem Image des rebellischen Provokateurs stammen seine Gesichtstattoos aus einem Ort tiefer Unsicherheit. „Ich bin ein hässlicher Mistkerl“, gestand er offen. „Es kommt vielleicht von einem Ort der Unsicherheit, wo ich nicht mag, wie ich aussehe. Deshalb setze ich etwas Cooles darauf, damit ich mich ansehen und sagen kann: ‚Du siehst cool aus, Junge‘ und ein Mindestmaß an Selbstvertrauen in Bezug auf mein Aussehen habe“.

Diese Offenbarung passt zu seinen früheren Aussagen über psychische Probleme: „In der Mittelschule habe ich mich jeden verdammten Tag in den Schlaf geweint. In der Highschool das Gleiche. Ich habe versucht, ein paar Biere zu trinken, um diesen Mist loszuwerden, aber er verschwindet einfach nie“. Anstatt Medikamente zu nehmen, nutzt er hauptsächlich seine Musik als Ventil, um emotionale Stabilität zu bewahren.

Trotz aller Kontroversen bleibt Post Malone bemerkenswert authentisch. In seinen eigenen Worten fasst er seine Einstellung humorvoll zusammen: „Ich habe ein Gesicht fürs Radio, würde ich sagen… aber jetzt sehe ich irgendwie einzigartig aus, weil ich mein Gesicht ruiniert habe“.

Tattoos als Teil seiner künstlerischen Identität

Für Post Malone sind Tätowierungen weit mehr als bloße Körperverzierungen – sie stellen einen integralen Bestandteil seiner künstlerischen Gesamterscheinung dar. Mit mittlerweile über 70 verschiedenen Designs auf seinem Körper hat der Musiker eine visuelle Identität erschaffen, die untrennbar mit seiner Musik verbunden ist.

Verbindung von Musik und Körperkunst

Die zahlreichen Tätowierungen von Post Malone spiegeln seine musikalischen Einflüsse unmittelbar wider. Seine Haut fungiert als lebendiges Museum für Künstler, die ihn geprägt haben. Besonders auffällig ist dabei seine Verehrung für Nirvana – von Liedtiteln auf seinen Handflächen bis zum Porträt von Kurt Cobain. „Ohne diese Jungs würde ich heute keine Musik machen“, erklärte er 2016 gegenüber GQ. Diese Verbindung geht allerdings noch tiefer: Während eines Benefizkonzerts im Jahr 2020 coverte er Nirvana-Songs und holte sich zuvor sogar die Erlaubnis von Frances Bean Cobain, Kurts Tochter.

Wie Tattoos seine Bühnenpersona formen

Während viele Künstler auf aufwändige Kostüme oder spektakuläre Bühnenshows setzen, nutzt Post Malone seine Tätowierungen, um sich von der Masse abzuheben. „Die Gesichtstattoos machen mich interessant anzusehen. Was mir vielleicht an Schönheit fehlt, mache ich durch Intrigenreichtum wett“, gestand er in einem Interview. Diese bewusste Entscheidung hat seinem Wiedererkennungswert enorm geholfen – dennoch kann sie manchmal hinderlich sein. 2023 wurde ihm der Zutritt zur Dachterrassen-Bar des QT Hotels in Perth verweigert, da die Kleiderordnung „Gesichts-, Hals- und anstößige Tattoos“ verbot.

Ein Statement gegen Konventionen

Post Malones extravagantes Erscheinungsbild dient nicht nur seiner künstlerischen Identität, sondern stellt gleichzeitig eine Rebellion gegen gesellschaftliche Schönheitsideale dar. „Ich habe ein Gesicht fürs Radio“, scherzte er einmal, um hinzuzufügen: „aber jetzt sehe ich irgendwie einzigartig aus, weil ich mein Gesicht ruiniert habe.“ Diese selbstironische Haltung spiegelt seinen gesamten Umgang mit Konventionen wider.

Obwohl seine Tattoos teilweise aus einem Ort der Unsicherheit stammen, haben sie mittlerweile eine bedeutend positivere Funktion übernommen: Sie symbolisieren die Freiheit, authentisch zu sein. Während sein musikalischer Stil immer wieder zwischen Genres wechselt – vom Trap-Rap über Pop bis hin zu Country-Einflüssen – bleiben seine Tätowierungen eine konstante visuelle Manifestation seiner künstlerischen Freiheit.

Veränderung im Laufe der Jahre: Vom Rapper zum Country-Star

In einer bemerkenswerten Transformation hat sich Post Malone nicht nur musikalisch neu erfunden, sondern gleichzeitig sein Erscheinungsbild grundlegend verändert. Der einstige Trap-Rapper mit Gesichtstattoos überraschte die Musikwelt, indem er 2024 mit seinem Album „F-1 Trillion“ offiziell ins Country-Genre wechselte.

Visuelle Transformation mit musikalischem Wandel

Mit seinem Genrewechsel ging eine deutliche körperliche Veränderung einher. Nachdem er 2022 Vater wurde, hat Post Malone etwa 60 Pfund (ca. 27 kg) abgenommen. Diese Gewichtsreduktion erreichte er durch einen bewussteren Lebensstil – weniger Frittiertes, kein nächtliches Pizza-Essen und vor allem den Verzicht auf Softdrinks, wodurch sein Gewicht von 240 auf etwa 185 Pfund sank. Statt seiner früheren lässigen Kleidung zeigt er sich inzwischen häufiger in eleganten grauen Anzügen kombiniert mit Cowboyhüten .

Was blieb – und was kam neu dazu?

Trotz aller Veränderungen behielt Post einige Markenzeichen bei. „Ich habe immer noch meine Ketten“, erklärte er. „Ich liebe meinen Maybach. Das bin immer noch ich. Alles war immer ich“. Neu hinzugekommen ist hingegen sein Faible für Western-Mode und ein ruhigeres Leben: „Ich gebe nur nicht mehr mein ganzes Geld im Strip-Club aus, weil ich lieber in den Wäldern sein möchte“.

Seine Country-Ambitionen waren übrigens keine spontane Entscheidung. Bereits 2015 twitterte er: „WENN ICH 30 BIN, WERDE ICH EIN COUNTRY/FOLK-SÄNGER“. Tatsächlich verwirklichte er diesen Plan sogar ein Jahr früher als angekündigt. „Ich habe es mit 29 gemacht, war also nicht weit davon entfernt“, scherzte er in einem Interview.

Wie Fans auf den neuen Look reagieren

Die Reaktionen auf Post Malones Verwandlung fielen überwiegend positiv aus. Fans kommentierten seine neue Erscheinung mit Worten wie „Er sieht fantastisch aus!“ und „Gut für ihn! Sieht scharf aus!“. Besonders seine Zusammenarbeit mit SKIMS, für die er in Boxershorts posierte und seinen veränderten Körper zeigte, löste Begeisterung aus: „Was für ein gutaussehender Kerl!“ schwärmten Fans.

Während manche Kritiker seinen Wechsel zum Country-Genre als opportunistisch betrachteten, sprechen seine langjährige Verbundenheit mit dieser Musikrichtung und sein Aufwachsen in Texas für Authentizität. „Er kam hierher und taufte sich selbst in die Kultur und Gemeinschaft ein“, bestätigte der Produzent Ernest. „Es ist keine Fassade“.

Fazit

Post Malones Reise von einem jungen Rapper mit seinem ersten Playboy-Hasen-Tattoo zum Country-Star mit über 70 verschiedenen Designs auf seinem Körper zeigt weit mehr als nur eine künstlerische Entwicklung. Seine Tätowierungen erzählen tatsächlich eine tiefgründige Geschichte über Unsicherheit, musikalische Einflüsse und persönliche Transformation. Besonders bemerkenswert bleibt dabei, dass hinter der scheinbaren Provokation seiner Gesichtstattoos ein Mensch steht, der offen über seine Selbstzweifel spricht.

Während seine musikalische Identität sich vom Trap-Rap zum Country wandelte, blieben seine Tätowierungen ein konstantes visuelles Tagebuch seiner Entwicklung. Allerdings zeigen seine jüngsten Veränderungen – der Gewichtsverlust, die eleganteren Outfits und der Cowboyhut – dass Post Malone weiterhin bereit ist, sich neu zu erfinden.

Ungeachtet aller Kritik hat er sich treu zu seinen Wurzeln bekannt: „Das bin immer noch ich. Alles war immer ich.“ Seine Tattoos funktionieren daher nicht nur als künstlerisches Statement gegen Konventionen, sondern auch als persönlicher Schutzschild. Durch das „Coole“, das er auf sein Gesicht setzte, schuf er paradoxerweise einen Raum für mehr Authentizität.

Letztendlich ist Post Malones tätowiertes Gesicht mehr als ein Markenzeichen geworden – es symbolisiert den Mut, die eigenen Unsicherheiten anzunehmen und daraus etwas Einzigartiges zu erschaffen. Seine Geschichte erinnert uns daran, dass manchmal gerade die Dinge, die wir nutzen, um uns zu verstecken, uns am deutlichsten zeigen, wer wir wirklich sind.

Geschrieben von Sabine




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