FSJ beim HSB

Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) bietet jungen Menschen unter 27 Jahren die Möglichkeit, sich nach Schulzeit oder Ausbildung in unterschiedlichen Bereichen auszuprobieren. Das FSJ kann Pause von Ausbildung und Karriere sein, oder Orientierung für die weitere Berufswahl bieten. Auch der Heidenheimer Sportbund (HSB) bietet zwei Freiwilligen eine Stelle. Lucas Fendt und Sven Opitz haben im vergangenen Jahr ihr Abitur gemacht und machen seit September vergangenen Jahres ihr FSJ beim HSB.

Lucas Fendt arbeitet im Heidenheimer Fechtzentrum. Der 19-Jährige ist zwischen Rottweil und Villingen-Schwenningen aufgewachsen und hat 2018 sein Abitur gemacht. Gegen Ende seiner Schulzeit stellte sich die Frage, wie es danach für ihn weitergehen soll. Mit seiner jetzigen Tätigkeit hat er die Gelegenheit erhalten, Hobby und Beruf zu verbinden. Lucas ficht, seit er neun Jahre alt war. Seit 2016 ist er schon beim HSB aktiv. Damals fuhr er in den Ferien zum Training nach Heidenheim. Jetzt bringt er Kindern selbst das Fechten bei. Ein wenig Erfahrung als Trainer hatte er schon vorher gesammelt, beim HSB trainiert er jetzt die Jahrgänge 2010/11.Er hilft dabei Trainerin Susanne Javor aus, die im Fechtzentrum für den Nachwuchs zuständig ist. Zusätzlich leitet er regelmäßig Erst- und Zweitklässler in der Bergschule in Heidenheim an.

Der Freiwilligendienst im Fechtzentrum hat Tradition: Es gibt schon seit über 20 Jahren eine Stelle. Als Teil seines FSJ hat Lucas bereits einen Fachlehrgang für Trainer besucht. Grund- und Prüfungslehrgänge hat er noch vor sich, damit hat er dann offiziell den C-Trainerschein.Im Training bei Lucas geht es, gerade bei den jüngeren Jahrgängen, vor allem um Grundlegendes wie Beinarbeit oder das Einüben der Grundstellung: Wie bewegt man sich richtig, welche Schritte kann man machen. Natürlich geht es dann auch um das Setzen von Treffern. Doch auch allgemeine Gymnastik und ein intensives Aufwärmtraining sind immer Teil des Programms. Neben seiner Mitarbeit im Anfängertraining hat Lucas auch noch andere Pflichten. So hilft er im Internat des Fechtzentrums in der Küche, begleitet die Hausaufgabenbetreuung oder arbeitet bei der Presse- und Medienarbeit mit. Auch im Büro der Fechtabteilung ist Lucas involviert. Insgesamt kommt Lucas auf etwa 38 Stunden in der Woche.

Für die Zeit nach dem FSJ hat Lucas inzwischen auch schon einige Ideen. Er könne sich zum Beispiel vorstellen, Jura zu studieren, da er in Deutsch immer recht gut gewesen sei. Doch auch Zahnmedizin ist für ihn eine Möglichkeit. Mit Blick auf sein FSJ ist sich Lucas sicher: „Im Alltag wird mir hier nie langweilig werden. Ich habe immer viel zu tun und jede Menge interessante Aufgaben.“ Er ist sehr froh, mit seinem Freiwilligendienst eine Möglichkeit gefunden zu haben, weiter beim Fechtsport bleiben zu können.

Sven Opitz macht sein FSJ, ebenfalls seit September vergangenen Jahres, in der Hockey-Abteilung des HSB. Der 19-Jährige, der in Heidenheim aufgewachsen ist, und sein Abitur am Hellenstein-Gymnasium gemacht hat, spielt seit seinem zwölften Lebensjahr Hockey beim HSB. Er ist der erste Freiwillige in der Hockey-Abteilung.Auch im Verein beim Training stellte sich irgendwann die Frage, was Sven denn nach dem Abitur machen wolle. So wurde er auf die freie FSJ-Stelle aufmerksam gemacht. Nach dem Abitur war sich Sven noch nicht sicher, für welchen Studiengang er sich entscheiden sollte. Interesse an einer vertieften Tätigkeit im Hockey-Bereich war aber auf jeden Fall vorhanden, und so kam seine jetzige Tätigkeit zustande. „Auch einmal selbst das Training zu gestalten, hat mich schon immer interessiert.“ sagt Sven.

Als Teil des FSJ macht auch Sven Opitz eine Trainerausbildung. Dafür nahm er bereits zusammen mit anderen Trainer-Anwärtern Unterricht.Im Rahmen des FSJ ist er für vier verschiedene Mannschaften zuständig, die er neben dem Training auch auf Spieltage begleitet, beispielsweise nach Aalen, Ulm oder Schwäbisch Gmünd. Dazu kommt noch die Vorbereitung fürs Training, die Gestaltung von Trainingsplänen sowie die Nachbesprechung der Spieltage.An drei Tagen in der Woche gestaltet Sven das Training für verschiedene Altersstufen, außerdem ist er an einem weiteren Tag in der Woche als Co-Trainer bei den Mädchen aktiv. Bei der Gestaltung des Trainings helfe ihm, dass er immer selbst einen guten Trainer hatte, sagt Sven. Er geht dabei immer monatsweise vor: „Ich überlege mir für einen Monat, was ich den Jungs ganz konkret beibringen will.“

Vormittags besucht Sven gewöhnlich verschiedene Schulen und bringt Schülern verschiedener Klassenstufen Hockey bei. Darunter viele Grundschulen, aber auch weiterführende Schulen. Bei der Gestaltung dieser Zusammenarbeit zwischen HSB und den Schulen konnte Sven in Eigenverantwortung aktiv werden. So hat der Freiwillige teilweise selbst neue Kontakte geknüpft, und konnte teilweise alte Kontakte übernehmen, die aus einer früheren Zusammenarbeit stammen. Der Sportunterricht an den Schulen sowie eine AG Hockey, die er ebenfalls betreut, beanspruchen etwa zwei bis drei Tage von Svens Woche. Ansonsten kümmert sich der Freiwillige beispielsweise um die Mitgliederverwaltung und erledigt verschiedene administrative Aufgaben. Er überprüft die Ausrüstung der Hockey-Abteilung und ersetzt beispielsweise kaputte Schläger. Nach dem Freiwilligen Sozialen Jahr weiß Sven inzwischen auch, was er studieren will, nämlich Wirtschaftsingenieurwesen in Augsburg. Ein guter Freund von Sven hat damit bereits begonnen.

Info Auch für den nächsten Jahrgang sucht der HSB wieder Freiwillige in Hockey-Abteilung und Fechtzentrum. Infos gibt es unter www.hsb1846.de

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