Auf nach Transsylvanien

66 Sänger des Neuen Kammerchors des Heidenheimer Schiller-Gymnasiums plus Chorleiter Thomas Kammel und Organisatorin Sylvia Lohse unternahmen eine elftägige Konzertreise durch Rumänien. Mit dem Flugzeug ging es von Memmingen nach Hermannstadt, oder auch Sibiu. In Rumänien haben viele Orte sowohl einen rumänischen, als auch einen deutschen und ungarischen Namen. Die deutschen Siebenbürgen brachten vor rund 800 Jahren ihre Sprache mit. Obwohl von den einst 450.000 Deutschstämmigen nur noch rund 15.000 dort leben, ist der Einfluss noch spürbar.

Nach einer Führung durch Hermannstadt gab der Kammerchor gleich etwas zurück an die Gemeinde und sang in der katholischen Stadtkirche. Ein Sonntagsgottesdienst wurde ganz auf Deutsch in der Kirchenburg Großau abgehalten. Beim anschließenden Gemeindefest gab es ein Festmahl inklusive hausgemachtem Cognac und gemeinsamem, sehr emotionalem musizieren.

Nächste Station: Mediasch. Dort gaben die Heidenheimer ein Konzert in der Kirchenburg und besuchten das stillgelegte Salzbergwerk Turda. Jetzt ist es ein Freizeitpark mit Riesenrad, Minigolf und See zum Bootfahren – und das 150 Meter unter der Erde.

Der mystischere Name Siebenbürgens, „Transsilvanien“, bedeutet auf Deutsch „jenseits des Waldes“ und umfasst den nördlichen Teil Rumäniens. Transsilvanien weckt Gedanken an den Vampir Dracula aus Bram Stokers Roman. Der ist angelehnt an das Leben von Vlad Dracul auf. Geboren wurde der Herrscher aus dem 15. Jahrhundert in Schäßburg. Reiseführer Bogdan begleitete die Gruppe auch dort hin.

Von Schäßburg ging es in die Karpaten, das zweite Hochgebirge in Europa. Belebt von einer Wanderung gaben die Heidenheimer am Abend in Rosenau in der Biserica Evanghelica ihr viertes Konzert. Der nächste Reisestopp Kronstadt bestach durch Architektur, Bars, Cafés und Pubs. Abends sangen die jungen Chormusikerin der „Schwarzen Kirche“. 150 Kilometer saßen sie nochmal im Bus, bevor sie Rumäniens Hauptstadt Bukarest erreichten. Das letzte Konzert wurde mit Corul Solemnis in der orthodoxen Kirche „Sfantul Elefterie“ gegeben.

Text von: Larissa Kaufmann, Leonie Leberer, Theresa Kammel

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