Salzburg: ein Wochenende in Mozarts Heimatstadt

Schon länger wollte ich einmal die österreichische Stadt Salzburg besuchen. Vor einigerZeit hat sich dann mein Wunsch endlich erfüllt: Meine Eltern haben mir zum Geburtstag ein Wochenende zu meinem Wunschziel geschenkt. Und dabei hat sich rausgestellt: Salzburg ist definitiv empfehlenswert. An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass Salzburg boomt. Es ist eine nicht allzu große Stadt, wird aber in vielen Reiseführern und im Internet als die nach Wien zweitschönste Stadt Österreichs beschrieben. Deshalb muss man sich darüber klar werden, dass Tourismus vorhanden ist. Dies ist jedoch nicht unbedingt auf die Schönheit zurückzuführen, sondern vor allem auf einen: Wolfgang Amadeus Mozart!

Wenn ein Musiker so viele Jahre überdauert wie Mozart, überall bekannt ist, noch immer in Schulen über ihn gelehrt wird, und er noch bis heute die klassische Musik prägt, dann ist das etwas Einzigartiges auf der ganzen Welt. Dass dies, gemeinsam mit einer schönen Stadt, einen Touristen-Hotspot schafft, ist verständlich. Trotzdem kann gesagt werden, dass man sich davon nicht abhalten lassen sollte, Salzburg zu besichtigen: Es ist eine Reise wert!

Verwinkelte Gässchen, romantisches Flair

Da die Innenstadt Salzburg nicht allzu weitläufig und gut mit der Altstadt verbunden ist, lohnt es sich definitiv, zu Fuß unterwegs zu sein. Dadurch, dass Salzburg überschaubar und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sowieso in der Altstadt angesiedelt sind, kann man sich direkt auf den Weg dorthin machen. Salzburgs historisches Zentrum bietet viele verwinkelte Gässchen, die ein romantisches Flair vermitteln und zum Träumen einladen. In diesem Labyrinth aus Sträßchen findet sich so mancher sehenswürdiger Platz: vor allem der Dom. Im Herzen der Altstadt steht dieses wichtigste religiöse Bauwerk, das definitiv einen Besuch wert ist. Der barocke Dom steht auf einem schönen Platz, der von süßen Cafés umringt ist. Auch einem Abstecher ins Innere des Doms ist nicht abzuraten, auch wenn er meiner Meinung nach definitiv nicht zu den schönsten Kirchen der Welt gehört (ich war ein wenig enttäuscht). Direkt am Dom ist das Café Wanner, das innen eine Riesen-Auswahl an Keksen bietet und als Erfrischung unter anderem leckeres Himbeer-Soda anbietet.

Die wohl bekannteste Straße in Salzburg ist die sogenannte Getreidegasse, umringt von urigen Läden. Kombiniert mit Einkaufsmöglichkeiten wie Mango, Zara und H&M, erkennt man hier vor all, wie alt die Stadt ist. Aber im positiven Sinne: Romantik überall! Vor allem die Hausnummer 9 lockt viele Touristen an: Mozarts Geburtshaus. Vor dem Haus versammeln sich viele Menschen um die Außenfassade zu bestaunen und zu fotografieren. Man kann es auch von innen besichtigen, aufgrund der großen Menschenmenge habe ich mich jedoch dagegen entschieden.

Burgen, Brunnen & Bänkchen

Hohensalzburg ist sicherlich das Wahrzeichen der Stadt. Hoch über der Altstadt sieht man die Festung von fast jedem Punkt der Innenstadt aus. Sowohl zu Fuß als auch mit der Seilbahn kann man nach oben gelangen. Von dort aus kann man entweder den Ausblick genießen, oder die Festung innen besichtigen. Ich persönlich bin verrückt nach schönen Aussichtspunkten, weshalb ich schon allein mit dem Ausblick mehr als glücklich gestimmt war.

Wenn man „Salzburg“ in Google eingibt, findet man fast ausschließlich Fotomotive des Mirabellgarten. Das gleichnamige Schoss Mirabell tritt beim Anblick des Gartens in den Hintergrund. Blumen in allen möglichen Farben und Anordnungen, Brunnen, Bäume und Bänkchen zum Erholen – hier wurde eine kleine Oase geschaffen, die man trotz der ganzen Touristen voll und ganz genießen kann. Im Hintergrund ragt Hohensalzburg in den Himmel und rundet das Flair noch ab. Meiner Meinung nach definitiv der Top-Tipp innerhalb der Innenstadt.

Schloss Hellbrunn & Wasserspiele

Da Hellbrunn etwas außerhalb liegt, haben wir den zweiten Tag unseres Wochenendausflugs genutzt, um dort mit dem Auto hinzufahren. Es gibt genügend Parkplätze und gleich zur ersten Führung morgens waren noch wenige Touristen unterwegs. Hellbrunn wird auch oft „Lustschloss“ genannt, da sich dort der im 17. Jahrhundert residierende Fürsterzbischof Marcus Sittikus eben gerne amüsiert hat. Dafür sprechen noch heute die bekannten Wasserspiele, bei denen die Besucher durch eine Führung ab und zu ein bisschen nass werden – wer sich freiwillig meldet und mutig ist, wird eher mehr als nur ein bisschen nass. Die kleinen Springbrunnen sind jedoch definitiv sehenswert, da sie an sich als Kunstwerk gesehen werden können. Des Weiteren können noch das Schloss und der zugehörige Park besucht werden. Beides lohnt sich.

Wer vieles besichtigen möchte und dabei gerne spart, sollte sich die Salzburg Card besorgen. Die Karte beinhaltet den Eintritt in mehrere Sehenswürdigkeiten, enthält Rabatte und macht es möglich, die öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos zu nutzen. Je nachdem was man besichtigen möchte, rentiert sich die Karte definitiv.

Lauras Meinung

Ich persönlich habe mich ein kleines bisschen in die Stadt Salzburg verliebt. Ich habe dort schöne Stunden verbracht und würde auf jeden Fall wieder zurückkehren. Meiner Meinung nach gibt es in Europa schönere Städte, da wir jedoch relativ nah an Salzburg liegen, ist es definitiv eine kleine Reise wert.

Fotos: Laura Cedrone

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