Der Star des FCH: Maskottchen Paule

Einen Bären im Kollegenkreis zu haben, das kann wohl kaum einer von sich behaupten. Anna-Lena Fotiadis schon. „Paule ist hier beim FCH ein Mitarbeiter wie jeder andere“, erklärt die engste Kollegin des Plüschbären. In der Voith-Arena wird sie „Paule-Mama“ genannt. Kein Wunder: „Er ist mir richtig ans Herz gewachsen.“

 

Fotiadis arbeitet mit Paule und kümmert sich um den Bären: „Er stinkt auch manchmal, unter seinem Fell schwitzt er nämlich“, verrät sie. Seinen Pelz müsse man waschen, genauso wie die FCH-Trikots, die der Bär trägt. In der Voith-Arena hat Paule seinen ganz eigenen Raum – mit Namensschild. Dort kann er sich vor Heimspielen in Ruhe vorbereiten.

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Anne-Lena Fotiadis ist die „Paule-Mama“. Foto: Nadia Saini

Ein Bär mit Smartphone

Ruhe braucht das Maskottchen aber auch in seiner Freizeit: Schlafen und Essen, das macht der Bär am liebsten. „Das erzähle ich den Kindern immer, wenn sie mich fragen, was Paule gerne tut“, sagt Fotiadis. Selbst kann Paule es den Kindern nicht erzählen, denn er ist stumm. Dafür beantwortet er zusammen mit Fotiadis Fanpost – per Brief, aber auch digital, der Bär hat nämlich ein Smartphone und eine Telefonnummer. „Die meisten Fragen werden von uns beantwortet. Gerade über den Sommer können das ganz schön viele sein“, erinnert sich Fotiadis.

Die Kollegin des Bären kommt, wie der Steiff-Bär selbst, aus Giengen. Dort hat Paule auch seinen „Winterschlaf“ gehalten, als die Mannschaft Winterpause hatte und der Fanshop geschlossen war. „Ich konnte ihn auf dem Schlossberg nicht alleine lassen, da habe ich ihn mitgenommen und auf mein Sofa gesetzt“, erzählt Fotiadis.

Was Paule sonst so treibt

Die 21-Jährige macht eine Ausbildung zur Kauffrau für Marketingkommunikation beim 1. FC Heidenheim. Seit 2016 arbeitet sie mit dem Maskottchen Paule und plant zum Beispiel Ausflüge mit der Paulebande. Für 159 Mitglieder zwischen drei und 14 Jahren bietet die Paulebande etwa Kinoabende, Bastel- und Sporttage an – der Bär selbst ist dabei natürlich auch immer am Start.. Für die kleinen Fans kommen jede Saison auch zwei Magazine heraus. Darin bekommen die Kinder Informationen über Aktuelles aus dem Verein, über Paules Bärenleben beim FCH und über die Gegner Heidenheims aus der zweiten Liga. Chefredakteur, das versteht sich von selbst, ist das Bärenmaskottchen. Im ersten Heft der Saison 2018/19 war ein Interview zwischen Paule und dem Maskottchen des Hamburger SV, Dino Hermann, abgedruckt.

Mit der Paule-Bande ist der Bär ziemlich oft anzutreffen. Foto: Nadia Saini

Fotiadis weiß ganz genau, was das Maskottchen, für das sie beim FCH zuständig ist, charakterlich auszeichnet: „Paule ist lieb, nett, faul und zum Knuddeln. Wir achten darauf, dass er sehr kinderlieb ist und nie frech ist, wie einige andere Maskottchen.“ Dass der Heidenheimer Bär dem Schiedsrichter die rote Karte zeigt, wie das Schalke-Maskottchen Erwin, so etwas werde zum Beispiel nicht vorkommen. Für Paule als Teil des Heidenheimer Teams gebe es klare Regeln. Es sei genau festgelegt, wie sich der faule Stimmungsmacher verhalten soll.

Gummibärchen für den Plüsch-Bär

„Jeder weiß ja, was ein Maskottchen ist. Wir versuchen Paule aber auch eine ganz eigene Persönlichkeit zu geben“, beschreibt es seine Kollegin. Paule soll für die Fans und die Paulebande nicht nur ein passendes Äußeres, sondern auch einen eindeutigen Charakter haben – das sei sein Job beim FCH. Dazu gehöre auch, dass er Kindern mal von seiner Freizeit und seinem Lieblingsessen, also von Honigbrot und Gummibärchen, erzählen lässt. „Die Kinder haben ihm dann tatsächlich viele Gummibärchen mitgebracht“, erzählt Fotiadis gerührt. Für die Paulebande sucht sie immer neue Mitglieder: „Viele Kinder bekommen die Mitgliedschaft jedes Jahr zum Geburtstag geschenkt.“

Mehr über den Bär

Wer mehr über Paule erfahren will, findet hier ein Interview mit dem flauschigen Maskottchen. Wer ihn aber direkt erreichen will, kann ihm auch einfach gleich eine Mail schreiben: paulebande@fc-heidenheim.de

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