Nachts im Museum 3
Finale der Triologie
Nachts im Museum 3 ist ein unglaublich amüsanter Streifzug durch die Kulturgeschichte der Welt und ihre Legenden und steht den beiden Vorgängerfilmen in nichts nach.
Finale der Triologie
„Magic Never Ends.“ Mit diesen Worten wird der dritte Teil der amerikanischen Erfolgskomödie „Nachts im Museum – Das geheimnisvolle Grabmal“ in seinen Schlusstiteln dem im Sommer gestorbenen grandiosen Schauspieler Robin Williams gewidmet. Der große Komödiant kehrt hier noch einmal zu seiner Rolle als Theodore „Teddy“ Roosevelt zurück – ein hintergründiger letzter Auftritt, der wie in den beiden Filmen zuvor einen ruhigen und überlegten Gegenpol zur eher direkten Figur des Museums-Nachtwächters Larry (Ben Stiller) darstellt.
Finale der triologie
Teil drei ist in seiner Geschichte als Finale einer Trilogie angelegt und kehrt zunächst zurück zu den Anfängen der magischen Ereignisse, die Ursache dessen sind, dass im New Yorker Museum Of Natural History allnächtlich die Exponate lebendig werden, ihre Vitrinen verlassen und allerlei Unfug in den Hallen des Ausstellungsgebäudes anrichten: Die mobil machende altägyptische Tafel des Akhmenrah wird 1938 bei Ausgrabungen nach Art von Indiana Jones entdeckt. Ins Museum nach Amerika verbracht, entfaltet das Goldstück dort seine zauberhafte Wirkung und haucht so neben der Wachsfigur von Teddy auch Saurierskeletten, Osterinsel-Skulpturen, Neandertalern oder gar Sternbildern Leben ein.
Wächter Larry hat die Nacht-Show fürs moderne Publikum optimiert, doch die Tafel beginnt zu rosten und führt bei den lebenden Ausstellungsstücken zu riskanten Fehlfunktionen. Die letzte Chance besteht darin, nach London zum British Museum zu reisen und vom dort aufbewahrten und wieder auferweckten Pharao Tipps zum Erhalt der Goldtafel zu bekommen. An diesem Trip an die Themse, bei dem die Löwen zu Füßen von Nelsons Säule am Trafalgar Square plötzlich herumzutollen beginnen und die berühmten Parthenon-Skulpturen von ihren Postamenten steigen, werden nicht nur London-Liebhaber ihre Freude haben.
Erstklassig
Die Grundidee vom Spiel mit der bei vielen Menschen verbreiteten Vorstellung von verstaubten Museen, die auf actionreiche Weise vom Staub befreit werden, ist natürlich in diesem dritten Teil längst nicht mehr neu, dennoch funktioniert sie dank einer überbordenden Fülle an skurril-witzigen Einfällen ausgezeichnet. Mehr zu verraten – es gibt auch ein paar überraschende Gastauftritte – würde das Vergnügen ungerechterweise einschränken. Dass das Ganze erstklassig getrickst ist, ist selbstverständlich.
Regisseur Shawn Levys dritter „Nachts im Museum“-Streich vereint nahezu alle beliebten Figuren der ersten beiden Teile und fügt einige neue hinzu. Gewürzt ist der anspielungs- und geistreiche Filmspaß mit viel Ironie. So steht dieser unglaublich amüsante Streifzug durch die Kulturgeschichte der Welt und ihre Legenden den beiden Vorgängerfilmen in nichts nach. Ein komödiantischer und gleichzeitig intelligenter Volltreffer, der bis hinein in die unmöglichen Welten von M. C. Escher führt – sympathisch und familiengerecht, grad recht zum Fest. Capitol, ab 6
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