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Mit Limb Bizkit on stage

Sabine | 4. Oktober 2014

Schlagzeuger Martin Knopf hat es geschafft

„Mir fuhr es durch Mark und Bein, als die ganzen Masse aus Tausenden begann zu schreien und zu jubeln, als ich vom Sicherheitsmann auf die Bühne gehoben wurde. Es war unfassbar! Der Wahnsinn! Die ganze Energie, die man spürt“, sagt der 27-Jährige.

Gleich zweimal hat Martin Knopf das eigentlich Unvorstellbare erreicht: Er stand mit der US-Band „Limp Bizkit“ auf der Bühne. Doch wie hat er das geschafft?

Bei Rock im Park in Nürnberg 2009 passierte es zum ersten Mal: Schlagzeuger Martin Knopf (27) aus Dillingen durfte auf die Bühne zu seinen Idolen der US-amerikanischen Nu-Metal-Band Limp Bizkit.

Vor 60 000 ZuschauerN

Wie es dazu kam? Ungefähr 60 000 Musikbegeisterte waren damals bei Rock im Park. Einer davon war Martin Knopf. Sieben Stunden hatte sich der Dillinger in den vordersten Reihen angestellt, um dann beim Auftritt von „Limp Bizkit“ direkt vor der Bühne dabei zu sein. Jeden Song der Band aus Jacksonville, Florida, konnte Knopf aus vollem Halse mitsingen. Dem Sänger von „Limp Bizkit“, Fred Durst schien das imponiert zu haben. Und so wies er die Sicherheitsleute an, Knopf zu sich auf die Bühne zu holen. Als er schließlich hochgehoben  wurde, begann das Publikum zu jubeln und zu kreischen. “Mir fuhr es durch Mark und Bein. Es war unfassbar! Der Wahnsinn! Die ganze Energie, die man spürt”, erinnert sich der 27-Jährige. Noch heute sei es für ihn eine unglaubliche Erfahrung, dass er mit „Limp Bizkit“ on stage war –  noch dazu vor so vielen Menschen. „Auch, wenn man auf so einer großen Bühne vom Publikum nur die ersten paar Reihen sieht.“

Und noch einmal

Einmal wollte Martin Knopf seinen Idolen von Limp Bizkit so nah sein und das hat er geschafft. Sein Traum war damit eigentlich in Erfüllung gegangen. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Es ist zwar kaum zu glauben, doch auch ein zweites Mal schaffte es der Dillinger zu „Limp Bizkit“ auf die Bühne. Es war ebenfalls 2009, aber diesmal in München – im „Zenith“. „Ich war wieder in der vordersten Reihe und sang bei jedem Lied mit – Fred Durst hat mich wohl wiedererkannt und holte mich nochmals zu sich auf die Bühne”, beschreibt Knopf.

Auf Bühnen schafft Knopf es also öfter, und das nicht nur bei „Limp Bizkit“. Der 27-Jährige ist schließlich auch selbst Schlagzeuger – bei der Newcomer-Band Mira Wunder. „Im Mai, es war alles ultraspontan, hatte ich meinen ersten Gig zusammen mit Mira Wunder – also mit Alex, Björn und Sascha”, erzählt Knopf. Und der Auftritt fand nicht einfach irgendwo statt, sondern gleich als Vorband der Rockröhre Jennifer Rostock. Kein schlechter Anfang also.

Voll und Ganz Schlagzeuger

Martin Knopf lebt für seine Musik, es reicht ihm deshalb noch lange nicht, nur für eine Band die Drumsticks zu schwingen. Zusammen mit dem Heidenheimer Rapper Michael Betcher alias “White Night”  steht er seit Juni 2013 auf der Bühne. Kennengelernt haben sich die beiden im Studio von Musikproduzent Michael Kling aus Hermaringen. Anfangs war Knopf nur im Hintergrund, um den Raps von “White Night” den Beat zu geben. Doch nun wollen die beiden Neues wagen: Mit ihrer neu gegründeten Band “Scara Neo” wollen die beiden einen schon lange währenden Graben zwischen Rappern und Metal-Fans überbrücken. „Wir wollen Rap und Metall vereinen”, sagt Knopf. Wie sich die Musik von “Scara Neo” anhört, kann Knopf nicht beschreiben. Nur so viel: „Es ist schon sehr eigen.“

Doch trotz seines Engagements in zwei Bands, seine Brötchen verdient Martin Knopf als Industriemechaniker und seit 2012 zum Teil auch mit seiner Schlagzeugschule “DRUM herum” in Dillingen. Mit 13 Jahren begann er, Schlagzeug zu spielen. Mit 15 wollte er eigentlich seine Drumsticks wieder an den Nagel hängen. Aber genau zu dieser Zeit kam ein Freund aus Kindergartenzeiten zu ihm, der mittlerweile Gitarre spielte. Der Grundstein für die erste Band wurde gelegt. „Es machte einfach Spaß, zusammen Musik zu machen. Ab da wollte ich nur noch Schlagzeuger werden und habe geübt und geübt“, sagt Knopf.

Nicht Zaghaft sein

Was gehört dazu, um ein guter Schlagzeuger zu sein? „Man darf nicht zaghaft sein – man muss Sicherheit ausstrahlen“, so Knopf. Deshalb müsse man mit Leidenschaft spielen und nicht halblebig.

Und scheinbar zeigt Knopf nicht nur beim Schlagzeugspielen Hartnäckigkeit. Denn ohne diese Eigenschaft hätte er es wohl kaum zu seinen Stars von „Limp Bizkit“ auf die Bühne geschafft.

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Geschrieben von Sabine




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