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Sänger

Aubrey Drake Graham: Ein Porträt des Rap-Phänomens

Sabine | 28. August 2025

Von Toronto in die Welt

Aubrey Drake Graham, in der Musikwelt einfach als Drake bekannt, hat sich von einem kanadischen Kinderstar zu einem der einflussreichsten und erfolgreichsten Musiker der modernen Ära entwickelt. Mit seiner charakteristischen Mischung aus gefühlvollem Gesang und technisch versiertem Rap hat er die Grenzen des Hip-Hop-Genres neu definiert und eine einzigartige musikalische Identität geschaffen, die Millionen von Fans weltweit anspricht. Dieser Artikel beleuchtet den Werdegang, die Karriere und die kulturelle Bedeutung eines Künstlers, dessen Einfluss weit über die Musik hinausreicht.

Frühe Jahre und familiärer Hintergrund

Aubrey Drake Graham wurde am 24. Oktober 1986 in Toronto, Ontario, Kanada, geboren. Er wuchs in einem musikalisch geprägten Umfeld auf: Sein Vater, Dennis Graham, war Schlagzeuger für den legendären Rock ’n‘ Roll-Star Jerry Lee Lewis, während sein Onkel Larry Graham als Bassist für Sly and the Family Stone sowie für Prince tätig war. Drake erwähnte in Interviews, dass auch seine Mutter, Sandi Graham, aus einer „sehr musikalischen“ Familie stammt – seine Großmutter soll sogar zeitweise auf Aretha Franklin aufgepasst haben.

Drakes kultureller und religiöser Hintergrund ist besonders vielfältig. Sein Vater ist ein afroamerikanischer Katholik, während seine Mutter eine weiße kanadische Jüdin ist. Zu seiner persönlichen Identität hat Drake sich folgendermaßen geäußert: „Am Ende des Tages betrachte ich mich als Schwarzen, weil ich mehr in der schwarzen Kultur verwurzelt bin als in jeder anderen. Jüdisch zu sein ist eine coole Besonderheit. Es macht mich einzigartig.“

Als Drake fünf Jahre alt war, ließen sich seine Eltern scheiden, und er wuchs bei seiner Mutter in Forest Hill auf, einem wohlhabenden und überwiegend jüdischen Viertel in Toronto. Er besuchte eine jüdische Tagesschule, feierte mit 13 Jahren seine Bar Mizwa und beging die jüdischen Feiertage mit seiner Mutter. „Meine Mutter hat Chanukka immer spaßig gestaltet,“ erinnert sich Drake. „Als ich jünger war, gab sie coole Geschenke und machte Latkes.“ Trotz seiner jüdischen Erziehung fühlte sich Drake an der Forest Hill Collegiate Institute, seiner fast ausschließlich von weißen Schülern besuchten High School, isoliert. Er hat gesagt, dass „niemand verstand, wie es war, schwarz und jüdisch zu sein“, fügte jedoch hinzu, dass „anders zu sein als alle anderen mich nur viel stärker gemacht hat.“

Die Degrassi-Jahre: Der Beginn einer Karriere

Drakes Weg zum Ruhm begann nicht in der Musikindustrie, sondern in der Schauspielerei. Im Jahr 2001 wurde er für die Rolle des Jimmy Brooks in der kanadischen Teenager-Dramaserie „Degrassi: The Next Generation“ gecastet. In der Serie spielte er einen beliebten Achtklässler und Basketballstar, der später nach einer Schießerei an der fiktiven Schule im Rollstuhl landet. Wie Drake später gegenüber GQ erklärte, verdiente er während seiner Zeit bei der Show etwa 40.000 Dollar pro Jahr.

Obwohl die Schauspielerei ihm erste Bekanntheit verschaffte, entwickelte Drake während dieser Zeit bereits eine tiefe Leidenschaft für Musik, insbesondere für Hip-Hop. „Mit 17, 18 Jahren begann ich wirklich, in diese Hip-Hop-Phase einzusteigen und die Dinge zu studieren, die ich studieren musste, was Flows und Texte betraf,“ erzählte er GQ. In einer wiederentdeckten Aufnahme für „Degrassi Unscripted“ zeigt Drake sein Zuhause, das er mit seiner Mutter und Großmutter teilte, und präsentiert mehrere Notizbücher voller Songtexte.

„Ich schreibe Songs, ich mache Musik,“ sagt er in dem Video. „Diese sind von vorne bis hinten voll mit Songs, Seiten und Seiten von Texten und Ideen – etwas, das ich wahrscheinlich nie verwenden werde, weil sie alt sind. Ich behalte sie einfach gerne aus Nostalgie.“ In einer Folge von „Degrassi“ führt Drakes Charakter sogar einen Rap-Song auf, was im Nachhinein wie eine Vorahnung seiner zukünftigen Karriere wirkt.

Der Übergang zur Musik: Die ersten Mixtapes

Während seiner Zeit bei „Degrassi“ begann Drake, unter seinem Zweitnamen erste Schritte in der Musikszene zu unternehmen. Im Jahr 2006 veröffentlichte er sein erstes Mixtape mit dem Titel „Room for Improvement“ im Selbstverlag. Ein Jahr später folgte sein zweites Mixtape, „Comeback Season“ (2007), das den Song „Replacement Girl“ mit Trey Songz enthielt. Dieser Track wurde in der Musikvideosendung „106 & Park“ von BET hervorgehoben, was Drakes Bekanntheit erhöhte.

Im Jahr 2008 traf Drake eine entscheidende Karriereentscheidung: Er verließ „Degrassi“, um sich voll und ganz auf seine Musikkarriere zu konzentrieren. Diese Entscheidung sollte sich als richtig erweisen, obwohl der Weg zum Erfolg nicht ohne Hindernisse war. Drake musste sich in einer Branche behaupten, in der kanadische Rapper traditionell wenig Respekt genossen, und gleichzeitig gegen das Image eines ehemaligen Kinderstars ankämpfen.

Sein dritter Mixtape „So Far Gone“ aus dem Jahr 2009 markierte seinen ersten bedeutenden musikalischen Durchbruch. Die Veröffentlichung, die später als EP neu aufgelegt wurde, zeigte bereits Drakes charakteristischen Stil: eine Mischung aus emotionalem Gesang und scharfsinnigem Rap, die persönliche Verletzlichkeit mit selbstbewusstem Auftreten verbindet. Der Erfolg von „So Far Gone“ führte zu einem Vertrag mit Lil Waynes Label Young Money Entertainment, einem Imprint von Cash Money Records und Universal Music Group.

Der Aufstieg zum Superstar: Die Album-Ära

„Thank Me Later“ (2010): Das Debüt

Im Juni 2010 veröffentlichte Drake sein offizielles Debütalbum „Thank Me Later“. Das Album debütierte auf Platz eins der US Billboard 200 und verkaufte sich in der ersten Woche über 447.000 Mal – ein beeindruckender Start für einen Newcomer im Mainstream-Rap. Mit Gastauftritten von Branchengrößen wie Jay-Z, Alicia Keys und seinem Mentor Lil Wayne zeigte Drake, dass er trotz seines unkonventionellen Hintergrunds in der Hip-Hop-Szene akzeptiert wurde.

Das Album enthielt Hits wie „Find Your Love“ und „Over“, die Drakes Fähigkeit demonstrierten, zwischen eingängigen Pop-Melodien und technisch versiertem Rap zu wechseln. Obwohl das Album von Kritikern gemischte Bewertungen erhielt, mit Vorwürfen, es sei zu formelhaft, etablierte es Drake als aufstrebenden Star in der Musikindustrie.

„Take Care“ (2011): Die kritische Anerkennung

Mit seinem zweiten Studioalbum „Take Care“ erreichte Drake sowohl kritische als auch kommerzielle Anerkennung. Das im November 2011 veröffentlichte Album wird von vielen Fans und Kritikern als sein Meisterwerk betrachtet. Es zeigt eine atmosphärische, introspektive Klanglandschaft, die von einigen Rap-Fans zunächst als zu emotional kritisiert wurde.

„Die Leute sagen immer: ‚Mann, das ist kein echter Rap‘, aber ich weiß nicht, Mann. Es ist echt für mich und offensichtlich für viele andere Leute. Das ist alles, was ich dazu zu sagen habe,“ antwortete Drake auf diese Kritik gegenüber Complex. „Diese Emotionen durch Musik zu vermitteln, ist Leben für mich. Das ist Leben für mich. Das ist für mich, was echt ist.“

Das Album wurde von der Kritik gelobt: NME bezeichnete es als „beeindruckendes Meisterwerk“, während Rolling Stone Drakes Fähigkeit würdigte, „viele Stimmungen in eine einzige, weichgespülte Emotion zu kollabieren“. Die New York Times schrieb: „‚Take Care‘ ist kein Hip-Hop-Album oder ein R&B-Album, sondern ein Album exzentrischen schwarzen Pops, das diese Genres als Ausgangspunkte nimmt, fragt, was sie tun können, aber bisher nicht getan haben, und dann versucht, diese Dinge zu tun. In der Zukunft wird ein Album wie dieses alltäglich sein; heute ist es radikal.“

„Take Care“ enthält Fan-Favoriten wie „Marvin’s Room“ sowie eine Zusammenarbeit mit Rihanna im Titelsong. Mit diesem Album gewann Drake im folgenden Jahr seinen ersten Grammy für das beste Rap-Album.

„Nothing Was the Same“ (2013): Die Konsolidierung

Drakes drittes Studioalbum „Nothing Was the Same“ festigte seinen Status als einer der führenden Künstler seiner Generation. Der Song „Started From the Bottom“ reflektierte seinen persönlichen Kampf um Erfolg. „Ich wollte einfach bekannt machen, dass ich wirklich hart gearbeitet habe, um hierher zu kommen, und dass es kein Zufall war und keineswegs einfach,“ erklärte er gegenüber MTV News.

Das Album wurde für seine musikalische Kohärenz und Drakes gesteigerte lyrische Fähigkeiten gelobt. Mit einer stärkeren Betonung auf Raps als auf seinem Vorgänger zeigte Drake, dass er sowohl in kommerziellen als auch in künstlerischen Aspekten der Musikproduktion versiert war.

Der kommerzielle Höhepunkt: „Views“ und darüber hinaus

Nach der Veröffentlichung von zwei Mixtapes im Jahr 2015, darunter eine Zusammenarbeit mit Future, folgte im Frühjahr 2016 Drakes viertes Studioalbum „Views“. Das Album war ein sofortiger Erfolg, debütierte auf Platz eins und verbrachte 13 nicht aufeinanderfolgende Wochen an der Spitze der Billboard-Charts. Es war auch das meistverkaufte Album des Jahres auf iTunes.

Zu den Hit-Singles von „Views“ gehörte das verführerische „Hotline Bling“, das dem Künstler Grammy-Auszeichnungen für den besten Rap-Song und die beste Rap/Gesangs-Performance Anfang 2017 einbrachte. Das Musikvideo, inspiriert vom Künstler James Turrell, löste unzählige Memes aus und wurde zu einem kulturellen Phänomen.

Nach der Grammy-Verleihung kritisierte Drake die Recording Academy dafür, ihn in die Rap-Kategorie einzuordnen. In einem Interview bei Apple’s Beats 1 am Tag nach der Preisverleihung sagte er: „Ich bin ein schwarzer Künstler, ich bin anscheinend ein Rapper, obwohl Hotline Bling kein Rap-Song ist. Ich habe zwei Auszeichnungen gewonnen, aber ich will sie nicht einmal.“

Im Mai 2017 war Drake der große Gewinner bei den Billboard Music Awards. Er nahm 13 Auszeichnungen mit nach Hause – darunter Top Artist, Top Male Artist, Top Billboard 100 Album, Top Billboard 200 Artist und Top Hot 100 Artist – und brach damit Adeles Rekord für den Künstler mit den meisten Gewinnen in einem Jahr.

In den folgenden Jahren setzte Drake seine beeindruckende Karriere mit der Veröffentlichung weiterer erfolgreicher Alben fort, darunter „Scorpion“ (2018), „Certified Lover Boy“ (2021), „Honestly, Nevermind“ (2022), „For All the Dogs“ (2023) und „Some Sexy Songs 4 U“ (2025). Jedes dieser Werke zeigte Drakes Bereitschaft zur Weiterentwicklung seines Sounds, während er gleichzeitig seinen charakteristischen Stil beibehielt.

Musikalischer Stil und kultureller Einfluss

Drakes musikalischer Stil wird oft als Verschmelzung von Rap und R&B beschrieben, mit Elementen aus Pop, Dancehall und anderen Genres. Sein Markenzeichen ist die Kombination aus Gesang und lyrischem Rap, die Prahlerei mit roher Verletzlichkeit kontrastiert. Diese einzigartige Mischung hat ihm eine große Anhängerschaft eingebracht und die Landschaft der modernen Popmusik verändert.

Was Drake von vielen seiner Zeitgenossen unterscheidet, ist seine Bereitschaft, emotionale Themen zu erforschen, die traditionell im Mainstream-Rap vermieden wurden. Seine Texte über gescheiterte Beziehungen, Unsicherheiten und persönliche Kämpfe haben dazu beigetragen, die Grenzen dessen zu erweitern, was im Hip-Hop als akzeptabel gilt. Dieser Einfluss ist bei einer neuen Generation von Künstlern spürbar, die sich wohler damit fühlen, ihre Verletzlichkeit auszudrücken.

Darüber hinaus hat Drakes globaler Ansatz zur Musikproduktion, der Einflüsse aus verschiedenen Kulturen und Regionen integriert, dazu beigetragen, den Hip-Hop zu internationalisieren. Seine Experimente mit Dancehall, Afrobeats und UK Grime haben diese Sounds einem breiteren Publikum zugänglich gemacht und Künstlern aus diesen Genres geholfen, globale Anerkennung zu erlangen.

Geschäftliche Unternehmungen und Markenbildung

Drake hat seinen musikalischen Erfolg genutzt, um ein diversifiziertes Geschäftsimperium aufzubauen. Im Jahr 2012 gründete er sein eigenes Label, October’s Very Own (OVO), das sich zu einer vollwertigen Lifestyle-Marke mit Bekleidung, einer jährlichen Musikveranstaltung (OVO Fest) und einer Radioshow entwickelt hat. Die OVO-Bekleidungslinie, die für ihre minimalistischen Designs und das charakteristische Eulen-Logo bekannt ist, hat sich zu einer begehrten Streetwear-Marke entwickelt.

Neben OVO hat Drake in verschiedene Branchen investiert, darunter Technologie, Immobilien und Gastronomie. Er war auch an der Gründung einer Cannabis-Firma beteiligt und hat Partnerschaften mit großen Marken wie Apple, Nike und Sprite geschlossen. Diese Geschäftsunternehmungen haben dazu beigetragen, sein Vermögen zu steigern und seinen Status als Unternehmer zu festigen.

Drakes Fähigkeit, seine persönliche Marke zu kultivieren, ist ein wesentlicher Bestandteil seines anhaltenden Erfolgs. Durch sorgfältig inszenierte Social-Media-Präsenz, ikonische Musikvideos und öffentliche Auftritte hat er ein Image geschaffen, das sowohl relatable als auch aspirational ist. Seine Assoziation mit der Stadt Toronto, oft liebevoll „The 6“ genannt, hat auch dazu beigetragen, die kulturelle Wahrnehmung der kanadischen Metropole zu verändern und sie als Zentrum für Hip-Hop und urbane Kultur zu etablieren.

Persönliches Leben und Philanthropie

Obwohl Drake für seine introspektiven Texte bekannt ist, die oft Einblicke in sein Privatleben geben, hat er versucht, bestimmte Aspekte seines persönlichen Lebens aus dem Rampenlicht herauszuhalten. Im Jahr 2018 wurde bekannt, dass er Vater eines Sohnes namens Adonis geworden war, dessen Mutter die französische Künstlerin und ehemalige Pornodarstellerin Sophie Brussaux ist. Nach anfänglicher Zurückhaltung hat Drake seine Rolle als Vater öffentlich angenommen und teilt gelegentlich Einblicke in sein Familienleben auf sozialen Medien.

Neben seiner Karriere und seinem Familienleben engagiert sich Drake auch für philanthropische Zwecke. Er hat erhebliche Summen für verschiedene Wohltätigkeitsorganisationen gespendet und sich für Bildung, Armutshilfe und Gemeinschaftsentwicklung eingesetzt. Besonders bemerkenswert war sein Musikvideo zu „God’s Plan“ aus dem Jahr 2018, in dem er das gesamte Budget des Videos (knapp eine Million Dollar) an verschiedene Personen und Organisationen in Miami spendete.

Im August 2025 kündigte Drake über den Streamer Adin Ross an, dass er die Beerdigungskosten für den französischen Streamer Jean Pormanove übernehmen würde, was sein anhaltendes philanthropisches Engagement zeigt.

Kontroversen und Rivalitäten

Wie viele prominente Künstler war auch Drake in mehrere Kontroversen und Rivalitäten verwickelt. Eine der bekanntesten war seine Fehde mit dem Rapper Meek Mill, die 2015 begann, als Meek Drake beschuldigte, einen Ghostwriter für seine Raps zu verwenden. Drake reagierte mit zwei Diss-Tracks, „Charged Up“ und „Back to Back“, wobei letzterer für einen Grammy nominiert wurde – ein beispielloser Erfolg für einen Diss-Track.

In jüngerer Zeit hat Drake eine angespannte Beziehung zur Recording Academy, der Organisation hinter den Grammy Awards, gehabt. Im Jahr 2020 kritisierte er die Grammys, nachdem sein Kollege und Landsmann aus Toronto, The Weeknd, für sein gefeiertes Album „After Hours“ keine Nominierungen erhalten hatte. „Ich denke, wir sollten aufhören, uns jedes Jahr über die Diskrepanz zwischen einflussreicher Musik und diesen Auszeichnungen zu wundern, und einfach akzeptieren, dass das, was einst die höchste Form der Anerkennung war, für die Künstler, die jetzt existieren, und die, die nach ihnen kommen, vielleicht nicht mehr wichtig ist,“ sagte er.

Drake, der bis dato 55 Nominierungen erhalten hat, entschied sich, seine Solo-Musik nicht mehr für den Nominierungsprozess einzureichen. Er bat die Recording Academy sogar, ihn 2022 von der Wahlliste zu streichen. Dennoch gewann Drake 2023 den Grammy für die beste melodische Rap-Performance, dank seiner Mitwirkung an Future’s Hit-Single „Wait For U“. Dieser Erfolg könnte ihn dazu bewogen haben, seine Meinung zu ändern, da er „Her Loss“ für verschiedene Kategorien bei der Zeremonie 2024 einreichte. Es erhielt vier Nominierungen, darunter für das beste Rap-Album.

Im Jahr 2025 wurde Drake in mehrere öffentliche Auseinandersetzungen verwickelt, darunter ein erneuter Streit mit einem Musikjournalisten und eine Kontroverse mit Lucian Grainge, dem CEO der Universal Music Group. Grainge bezeichnete Drakes Forderung nach dessen E-Mails als „grotesk“ und „lächerlich“ und wies Drakes Behauptungen zurück, Universal habe versucht, den Wert der Marke des Rappers zu mindern.

Rekorde und Errungenschaften

Drakes Karriere ist gespickt mit beeindruckenden Rekorden und Errungenschaften, die seinen Status als einer der erfolgreichsten Musiker der modernen Ära unterstreichen:

  • Er hat fünf Grammy Awards gewonnen, darunter Best Rap Album für „Take Care“.
  • Er hat 13 Billboard Music Awards in einem einzigen Jahr gewonnen, mehr als jeder andere Künstler vor ihm.
  • Er hat mehrere Rekorde für Streaming-Zahlen aufgestellt, was seine Dominanz im digitalen Musikzeitalter zeigt.
  • Er hat insgesamt 13 Nummer-eins-Alben veröffentlicht, wodurch er etablierte Legenden wie 2Pac, Jay-Z und Eminem in Verkaufszahlen übertroffen hat.
  • Er hat mehrere frühere Rekorde der Beatles gebrochen, darunter die meisten Top-10-Singles in einem einzigen Jahr.
  • Stand Juli 2024 ist er der drittmeistgefolgte Künstler auf Spotify, was seine globale Anziehungskraft demonstriert.

Diese Errungenschaften unterstreichen Drakes Fähigkeit, sich an die sich verändernde Musiklandschaft anzupassen und gleichzeitig seine künstlerische Integrität zu bewahren.

Die kulturelle Bedeutung und das Vermächtnis

Als Künstler mit gemischtem Hintergrund, der in einer Welt Erfolg hatte, die traditionell von afroamerikanischen Künstlern dominiert wurde, hat Drake dazu beigetragen, die Wahrnehmung darüber, wer im Hip-Hop erfolgreich sein kann, zu erweitern. Seine Akzeptanz seiner jüdischen Herkunft neben seiner Identifikation mit der schwarzen Kultur hat Gespräche über Identität und Zugehörigkeit im Bereich der populären Musik angeregt.

Darüber hinaus hat Drakes Erfolg dazu beigetragen, Toronto als wichtiges Zentrum für Musikproduktion und -talent zu etablieren. Sein Engagement für seine Heimatstadt, sowohl in seinen Texten als auch durch Geschäftsinvestitionen, hat dazu beigetragen, die internationale Wahrnehmung von Kanadas kulturellem Beitrag zur Hip-Hop-Szene zu verändern.

Als einer der ersten Mainstream-Rapper, der konsequent Gesang und emotionale Verletzlichkeit in seine Musik integrierte, hat Drake den Weg für eine neue Generation von Künstlern geebnet, die sich weniger an traditionelle Genre-Grenzen halten. Sein Einfluss ist bei Künstlern wie Post Malone, XXXTentacion, Juice WRLD und vielen anderen zu spüren, die Elemente von Drakes Stil in ihre eigene Musik integriert haben.

Zukunftsaussichten und aktuelle Projekte

Während Drake seine Karriere fortsetzt, scheint er sich ständig neu zu erfinden und dabei treu zu seinen künstlerischen Wurzeln zu bleiben. Seine jüngste Veröffentlichung „Some Sexy Songs 4 U“ (2025) zeigt seine anhaltende Bereitschaft, mit verschiedenen Stilen und Themen zu experimentieren.

Im August 2025 wurden mehrere Kontroversen um Drake in der Presse erwähnt, darunter sein Besitz einer Death-Row-Records-Kette von 2Pac aus dem Jahr 1996 und seine Forderung nach der Freilassung von Tory Lanez, während er gleichzeitig eine Fehde mit einem Musikjournalisten erneuerte. Diese Ereignisse zeigen, dass Drake weiterhin eine polarisierende und einflussreiche Figur in der Musikindustrie bleibt.

Trotz seiner jüngsten Auseinandersetzungen mit der Universal Music Group bleibt Drake einer der meistgestreamten und kommerziell erfolgreichsten Künstler weltweit. Seine Fähigkeit, relevante und eingängige Musik zu produzieren, die bei einem breiten Publikum Anklang findet, unterstreicht seine Langlebigkeit in einer notorisch wechselhaften Branche.

Schlussfolgerung: Ein moderner Musikpionier

Aubrey Drake Graham hat in den letzten fünfzehn Jahren eine bemerkenswerte Reise unternommen, von einem jungen Schauspieler in einer kanadischen Teenager-Dramaserie zu einem der einflussreichsten und erfolgreichsten Musiker der Welt. Sein unverwechselbarer Stil, der Gesang und Rap verbindet, hat die Landschaft der modernen Popmusik neu definiert und die Grenzen dessen erweitert, was im Hip-Hop als akzeptabel gilt.

Drakes Fähigkeit, persönliche Verletzlichkeit mit selbstbewusstem Auftreten zu verbinden, hat ihn zu einer Identifikationsfigur für eine Generation gemacht, die mit den Komplexitäten moderner Beziehungen und Identitäten ringt. Seine Texte, die oft von gescheiterten Romanzen, Ruhm, Reichtum und persönlichen Kämpfen handeln, spiegeln die Erfahrungen und Sehnsüchte vieler seiner Zuhörer wider.

Als Geschäftsmann hat Drake ein diversifiziertes Imperium aufgebaut, das weit über die Musik hinausgeht. Seine Marke OVO, seine Partnerschaften mit großen Unternehmen und seine Investitionen in verschiedene Branchen haben ihn zu einem Vorbild für unternehmerische Ambitionen gemacht.

Trotz gelegentlicher Kontroversen und Rivalitäten bleibt Drakes Einfluss auf die Popkultur unbestreitbar. Seine Rekorde und Errungenschaften unterstreichen seinen Status als einer der kommerziell erfolgreichsten Künstler aller Zeiten, während sein künstlerischer Einfluss bei einer neuen Generation von Musikern zu spüren ist.

Während Drake seine Karriere fortsetzt, bleibt sein Vermächtnis als Pionier, der die Grenzen des Hip-Hop erweitert und die Landschaft der modernen Musik neu gestaltet hat, gesichert. Von seiner ungewöhnlichen Herkunft als ehemaliger Kinderstar aus Kanada bis zu seinem Status als globaler Superstar verkörpert Drakes Geschichte die Möglichkeiten, die entstehen, wenn Talent, Beharrlichkeit und Authentizität zusammenkommen. In einer sich ständig verändernden Musiklandschaft bleibt Aubrey Drake Graham ein fester Bestandteil – eine kulturelle Ikone, deren Einfluss weit über ihre Zeit hinausreichen wird.

Geschrieben von Sabine




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