Mira Wunder

Ob beim Brenzpark Open Air in Heidenheim oder als Vorband für „The Boss Hoss“: „Mira Wunder“ ist auf dem besten Weg, Karriere zu machen. Und das hat die vierköpfige Band schon bei zahlreichen Gigs bewiesen.

„Manchmal sind es die Wunder des Alltags, die Großes vollbringen.“ Dies ist der Slogan der Band „Mira Wunder“, die im August 2013 entstand und seitdem den Deutschrock neu interpretiert. Den Gesang übernimmt die Heidenheimerin  Alexandra Janus, die auch schon mit der Band „New Day“ Erfahrungen sammeln konnte. Die drei Jungs der Band kommen aus dem Großraum Stuttgart, darunter Sascha Schmidt ebenfalls am Gesang beteiligt, spielt aber zusätzlich auch am Bass. Björn Elser findet man an der Gitarre und die Drums werden von Martin Knopf bedient. Alle zusammen bestimmen die Musik von „Mira Wunder“.

In den Texten ihrer Musik beschäftigen sich „Mira Wunder“ vor allem mit Alltagssituationen. Die vier versuchen, mit eingängigen Melodien und treibenden Beats einen Ohrwurmcharakter in jeden ihrer Songs zu bringen.

„Mira Wunder“ hat bereits mehr als zehn eigene Songs und schafft es so, ein mindestens einstündiges Bühnenprogramm zu bieten. Die Band ist zudem zuversichtlich, einige ihrer Songs bald zu veröffentlichen. Auf Facebook können sie sich zudem über eine Fangemeinde von mehr als 400 Leuten freuen.

Im Frühjahr dieses Jahres stand dann die erste Tournee der Band auf dem Plan. Am 3. April waren sie zum Beispiel im Kulturzentrum „Merlin“  in Stuttgart oder am 9. Mai im Heidenheimer Kultlokal „Felsen“ zu sehen.

Ihr wohl bisher größter Erfolg war die Teilnahme beim Online-Bandcontest für „The Boss Hoss“, bei dem sie ihren Auftritt als Vorband von „Boss Hoss“ in Tettnang gewonnen haben. Dafür hatten sie sich gegen Dutzende andere Bands durchgesetzt. Und auch der nächste große Gig steht schon im Kalender: Am 29. August dürfen sie Christina Stürmer beim Brenzpark Open Air in Heidenheim supporten. Wir haben mit Gitarrist Björn Elser gesprochen.

Seit wann gibt es Euch in der jetzigen Konstellation?

Als „Mira Wunder“ machen wir gemeinsam seit rund einem Jahr Musik. Alle Bandmitglieder waren jedoch davor schon in verschiedenen Formationen mit ganz unterschiedlichen Stilrichtungen aktiv. Ganz egal ob das Blues, Rock, Funk oder Hip Hop war – jeder bringt seine eigene Vorgeschichte mit.

Wie seid Ihr auf den Namen „Mira Wunder“ gekommen?

Der Name „Mira Wunder“ hat eine doppelte Bedeutung. Zum einen gibt es ein Sternbild mit dem Namen Mira und zum anderen ist Mira auch der lateinische Begriff für „Wunder“. Wir – als deutschsprachige Band – finden es interessant, mit Worten zu spielen und uns gefiel diese Doppeldeutigkeit. Auf die Idee kamen wir übrigens ganz spontan – Sascha und seine Freundin stießen durch Zufall beim Lesen auf das besagte Sternbild.

Gibt es auch einen Bandchef bei Euch, der alles plant? Wenn ja, wer ist das?

Wie in jeder funktionierenden Band ist es natürlich wichtig, Aufgaben gut zu verteilen. Booking und Management halten wir momentan in eigener Hand ebenso wie graphische Gestaltungen. Momentan ist uns diese Selbstbestimmung auch sehr wichtig. Jeder arbeitet in seinen Aufgaben weitgehend selbstständig, wichtige Entscheidungen treffen wir aber immer zusammen und demokratisch. Das ist wie in einer guten Beziehung: Kommunikation ist das A und O.

Lässt sich von der Musik leben oder eher nicht?

Heutzutage allein von der Musik leben zu können ist wohl nur bei den wenigsten Bands möglich. Das Hauptproblem ist, dass die Menschen Musik heutzutage leider viel zu oft als kostenloses Allgemeingut betrachten und vergessen, wie viel Geld, Zeit und Herzblut alle Beteiligten in ihre Produkte stecken. Plattenverkäufe spielen heute nur noch wenig ein, digitale Streamingdienste dienen ebenso eher der Promotion als dem Gewinn.

Habt Ihr schon einen Plattenvertrag in Aussicht?

Wir stehen momentan in Verhandlung mit einem Plattenlabel, welche die entsprechenden Strukturen hat. Mehr wird an dieser Stelle aber nicht verraten.

Wie kommt Ihr an Auftritte?

Bisher haben wir das Booking selbst in der Hand. In allererster Linie kommt man über viel Netzwerkarbeit an Konzerte. Viel telefonieren, nach Auftrittsmöglichkeiten Ausschau halten und mit Menschen sprechen.

Was für ein Gefühl ist es, als Vorband von „The Boss Hoss“ auf der Bühne zu stehen, oder auch für Christina Stürmer?

Es ist natürlich unglaublich, solche Möglichkeiten zu bekommen. Dafür sind wir den Veranstaltern dieser Events sehr dankbar. Speziell hier in Heidenheim danken wir natürlich Siggi Schwarz für die Möglichkeit, mit Christina Stürmer spielen zu dürfen. Wir können es oft selber nicht fassen, dass wir als Vorbands solch toller Acts auftreten dürfen.

Welche sind eure Wünsche für die Zukunft? Musik? Oder doch lieber ein solider Beruf?

Eine solide berufliche Grundlage ist die Ausgangsbasis, um in die Musik einzusteigen – da sind wir alle einer Meinung. Die meisten von uns haben noch feste Jobs, denen sie nachgehen und die eine gewisse Planungssicherheit geben.

Was soll Eure Musik den Menschen geben?

Uns ist es wichtig, die Menschen mit unserer Musik zu berühren und in gewisse Stimmungen zu versetzen. Dabei sind Texte und Melodie gleichberechtige Mittel. Vor allem als deutschsprachige Band haben wir die Möglichkeit, viel mit  Texten und Wortspielen zu arbeiten. Diese Möglichkeit versuchen wir gut  auszunutzen.

Wenn Ihr einen Wunsch frei hättet, welcher wäre es?

Wir sind alle sehr glücklich mit dem aktuellen Stand. Wir werden bald unsere erste Platte veröffentlichen – da hoffen wir natürlich, möglichst viele Menschen anzusprechen und begeistern zu können.

INFO:

„Mira Wunder“ stehen am heutigen Freitag, 8. August, als Vorband von „The Boss Hoss“ in Tettnang auf der Bühne. Los geht es ab 20 Uhr beim Schlossgarten Open Air in Tettnang.

Weitere Informationen zu „Mira Wunder“ gibt auf ihrer Homepage: www.mirawunder.com

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